Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.
24.
JAN
Gewissenskonflikt durch Google
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Heute kam jemand auf den Schauplatz, der bei Google “wieviel Schlafmittel zum sterben” eingegeben hatte. Au wei. Was macht man da? Ruft man die Polizei an, damit die über die IP eine Adresse ausfindig machen, dort an die Tür klopfen und eine Leiche finden? Oder zeigt die Polizei mir einen Vogel, wegen sowas anzurufen?
Mache ich mich unterlassener Hilfeleistung schuldig, wenn ich nichts tue?
Ich sehe immer diesen armen Menschen vor mir, aber es kann ja auch ganz andere Gründe haben, sowas einzugeben. Zum Beispiel: einer schreibt ein Buch über einen Selbstmörder und will erstmal die harten Fakten recherchieren. Und wieviel Prozent aller Selbstmordgedanken führen letztlich zum Versuch?
Irgendwie ist mir bei dieser Geschichte unwohl.
23.
JAN
Tech-Talk: Wordpress-Theme aktualisiert, Browser-Check
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Da ich nun schon mit meinem letzten Beitrag thematisch von der Fotografie abgekommen bin, hier noch ein paar technische Anmerkungen zum Schauplatz:
Ich war in letzter Zeit schwer am Überlegen, das Template zu wechseln, da das aktuelle (Internet-Sharing genannt, s. Footer) sich eher schlecht mit verschiedenen Browsern verträgt. So zumindest meine Info von vor Monaten. Und man möchte ja keine Leser aussperren durch pure Designfehler. Aber auch Templates erfahren ja manchmal ein Update, und das habe ich nun eingespielt. Da ich auf dem Rechner eigentlich nur zwei Browser verfügbar habe (IE und Firefox), tue ich mich mit dem Testen schwer.
Designtest der Wordpress-Installation mit Browsershots
Dafür gibt es aber Seiten wie Browsershots: Man gibt seine URL und eine Bildschirmauflösung an und wählt dann aus, auf welchen Browsern, Versionen und Betriebssystemen man die Seite getestet haben will. Testen heißt in dem Fall: man erhält von jeder ausgewählten Variante einen Screenshot. Die Seite wird in eine Warteschlange gestellt, und allmählich werden die Screenshots hochgeladen. Man kann sie dann gesammelt als ZIP herunterladen. Zur Zeit seht ihr zum Beispiel über diesen Link eine Sammlung mit Screenshot vom Schauplatz-Startseite bei einer 1024-er Auflösung. (Wie lange dieser Link gültig ist: keine Ahnung.
Etwas nervig ist bei Browsershots, dass man die Zeit in der Warteschlange immer nur wieder um 30 Minuten verlängern kann, man muss also u.U. ein paar Stunden lang alle halbe Stunde dran denken, auf “Verlängern” zu klicken. Sonst heißt es, die Screenhots seien “abgelaufen”, und man kann von vorne anfangen. Aber gut, dafür ist es kostenlos. (Unglaublich übrigens, wie viele verschiedene Browser es überhaupt gibt, mit so exotischen Namen wie Flock, SeaMonkey, Phoenix oder Minefield …)
Gute Noten fürs Schauplatz-Design, hurra!
Ergebnis: Der Schauplatz wird eigentlich überall recht gut angezeigt, außer mit dem Mac-Browser Safari 2.04, die 3er-Version geht dann wieder. Also alles im grünen Bereich, die Mac-User sollen halt ihren Browser updaten ;-). Ich hab nämlich keine Ahnung, warum der Safari 2.04 mir das Layout derart zerschießt.
Große Erleichterung, denn ich hab schon so viel Arbeit reingesteckt in dieses Template … Einiges bleibt trotzdem noch zu tun:
Bloß nicht auf den Lorbeeren ausruhen …
- neue Beitragsnavigation (mit Seitenzahlen)
- Ergebnisseiten für Tag-Suchen und Archiv-Seiten (kein Problem, aber Gefummel …)
- Tagwolke
- Wordpress updaten (2.5 kommt bestimmt)
- Linkliste ausbauen
- weitere kleine Verschönerungen hier und dort
Zur Zeit sind ja Magazin-Templates schwer im kommen, und ich finde manche auch recht schick. Man hat mehr Content auf der Startseite, und alles sieht noch professioneller aus. Aber: Mehr Content auf der Startseite lenkt auch mehr ab. Ist nicht weniger mehr?
Schüttet euer Herz aus – thumbs up oder down für den Schauplatz?
Was meint ihr? Wieviel Einfluss hat das Design eines Fotografie-Blogs auf eure Meinung? Guckt ihr überhaupt hin? Ist es euch egal? Mehr Content im Gesicht, oder lieber mehr in der Hinterhand? Und vermisst ihr designmäßig irgendwas (abgesehen von mehr Content, ha ha, ja ich weiß) auf dem Schauplatz?
(Übrigens, bei Keen Eye habe ich vorhin ein paar Landschaftsfotos eingestellt, falls ihr heute Foto-Content vermisst
)
21.
JAN
Mein erster PC oder: Welt ohne WWW
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And now for something completely different
Beim Aufräumen findet sich manchmal hier und da etwas, das einen nostalgischen Rückblick erlaubt: die Rechnung meines ersten PCs.

Ausgegraben: Die Rechnung für meinen ersten PC
Vor vierzehn Jahren bin ich also mit einem Zweihundertsechsundfünfzigstel meines heutigen RAM-Speichers ausgekommen. Der 486er mit SCSI-Controller war damals schon für private Zwecke eher ein Mercedes, oder mindestens ein “Audi 100″. Aber da ich mich kurz darauf selbständig machen wollte, verfuhr ich nach der Devise “viel hilft viel”. Der Preis war denn auch ein stolzer. Die gute alte IBM-Festplatte tat übrigens noch bis vor gut drei Jahren klaglos ihren Dienst als Zweit- und dann Drittfestplatte. Dass eine Festplatte auch crashen konnte, war damals sowieso irgendwie noch nicht vorstellbar.
Kompliziertes Komputerleben
Im Übrigen finde ich – floating down memory lane –, dass das Computerleben damals noch reichlich kompliziert war. Wenn ich bedenke, wie viel ich an meinem Rechner rumgebastelt habe! Vor allem unter Windows 95 und 98 musste man die Hardware immer mühsam überreden, mit dieser oder jener Software zusammenzuspielen. Andererseits: Aufrüsten war noch einfach. Neuer Prozessor, zusätzliche RAM-Bänke, ging alles ein paar Jahre lang. Erst später ging die Unsitte los, dass man nach einem Jahr nur für mehr Arbeitsspeicher fast den gesamten Rechner neu kaufen musste, weil ständig neue RAM-Typen und Prozessorsockel entwickelt wurden.
Kommunikation ohne Kompromisse
Am schönsten aber habe ich die Stunden mit meiner Mailbox in Erinnerung. Der Begriff stand damals noch nicht für “Briefkasten”, sondern für eine Methode, mit anderen Menschen im Netz zu kommunizieren. Mit dem eigenen Rechner meldeten wir uns an dem zentral in einer WG in der Göttinger Wiesenstraße aufgestellten “Mailboxrechner” (Link-Goe hieß unser “Knoten”) per Modem über die Telefonleitung an, luden unser Datenpaket herunter und sorgten dafür, dass die Leitung möglichst schnell wieder getrennt wurde. Möglichst schnell, damit a) die Leitung wieder frei wurde und b) nicht so viel online-Zeit verbraten wurde. Zuständig dafür, die heruntergeladenen Daten fein säuberlich in so genannte “Bretter” einzusortieren, war das Shareware-Programm Crosspoint oder kurz: XP (!). Hübsch unter DOS installiert, war XP eine der schnellsten und elegantesten Methoden, sich munter in den damaligen Mailboxnetzen herumzutreiben (FidoNet, MausNet, ZConnect, anyone??).
Das Tolle an XP war, dass es so schöne Kommentarbäume in den Diskussionsforen hatte. Man sah immer sofort, wer wem auf welches Thema geantwortet hat. Das sah dann so aus:

Der Nachfolger von Crosspoint mit Kommentarbaum (Quelle: Wikipedia)
Spätere Mailprogramme hatten diese Funktion erstmal nicht. Außerdem ließ sich das Programm komplett mit Tastenkombinationen steuern, es ging alles rasend schnell. Wir fühlten uns als Vorreiter. Und trafen uns wöchentlich Mittwochs abends im APEX, wo von der technikverliebten Männerrunde die ct weitergereicht wurde, während ich mit meinen zwei einzigen Mitstreiterinnen ein “Frauenbrett” gründete.
Online-Beziehung vor der Zeit der Blind Dates
Damals lernte ich über diese Schiene sogar (Nähkästchen öffne …) einen jungen Herrn kennen, mit dem mich eine kurze, aber heftige Online-Beziehung verband, der allerdings kein langes Real Life beschieden war. Lustig war’s schon– das alles begab sich übrigens in einer Zeit, wo es das Internet, WWW und so weiter, noch gar nicht gab. Da wir Mailboxler natürlich eminent politisch für Selbstbestimmung im Netz eintraten, wurde das World Wide Web bei seinem Erscheinen von uns erstmal vehement abgelehnt, “bunte Bildchen”, klicki-klicki brauchten wir nicht, sagten wir. Dachten wir. Es kam anders, nun ja.
Fotografiert habe ich damals übrigens noch nicht. Wer hätte gedacht, dass ich mich einst für die Welt der bunten Bildchen begeistern würde …
20.
DEZ
Wunschzettel: Fotografen haben nie genug Zubehör
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Von einem Hörer des Photographie-Podcast Happy Shooting, dem ich ab und zu lausche, kommt der Linktipp des Tages: Cleveres Digitalkamera-Zubehör. Ob Joby Gigapod-Stative oder Gepe Speicherkarten-Safe: Einiges davon käme mir in der Fototasche oder drumrum gerade recht. Also, falls ihr Lust habt, für die unendlichen Mühen der Autorin dieses Blogs ein paar Euronen springen zu lassen – schaut mal auf meine Wunschliste bei Amazon.de (nach Claudia Brusdeylins suchen). Zu Weihnachten oder natürlich auch danach würde ich mich sehr über das eine oder andere Geschenk von der Liste sehr freuen und mich dann auch wieder (und gerne regelmäßiger als in letzter Zeit) mit tollen Beiträgen revanchieren!
11.
NOV
Sind wir gemeinsam stärker?
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Gedanken zu einem gemeinsamen Portal zur (Digital-) Fotografie
In einem Gastbeitrag auf Martin Gommels Kwerfeldein.de plädiert Daniel Zellfelder von Foto-howto.de für ein gemeinsames Portal zur Digitalfotografie.
Entlastung des Einzelnen
Angesichts der wohl jedem Freizeit-Fotografie-Blog-Autor bekannten Zeitprobleme (selbst bei Berufsfotografen ist der Fotografie-Blog oft nur ein wenig einträgliches Nebengeschäft), liegt der Gedanke an Kooperationen nahe. Tatsächlich ist (Pro 1) die Vorstellung verlockend, nicht unter dem Zwang der ständigen Beitragsproduktion zu stehen. Quasi: ein Beitrag pro Woche, und die Besucher werden trotzdem täglich mit neuen Inhalten bedient.
Natürlich ist auch der Gedanke an eine, wie Daniel schreibt (Pro 2), “zentrale Anlaufstelle für Informationssuchende”, wo das Wissen vieler Fotografen und Grafiker vernetzt würde, sehr reizvoll.
Keine Lust auf Technik-Freaks
Was mich allerdings überhaupt nicht reizt, ist (Contra 1) ein “vermittelndes Medium zwischen den Nutzern (Fotografen) und den Herstellern (den ‘großen’ Firmen) von Kameras und Zubehör”. Das ist vielmehr das, was mich an vielen Seiten stört: die Konzentration auf technische News und “Techie-Talk” und der damit meist verbundene (Contra 2) Mangel an Artikel zu gestalterischen, fotogeschichtlichen, “inhaltlichen” Themen.
Zudem ist für mich (Contra 3) “Digitalfotografie” kein Thema, ich interessiere mich für Fotografie “an sich”, ob nun analog oder digital. Punkt.
Persönlichkeit prägt Einzelblogs
Die Stärke von Fotografie-Blogs ist zudem immer noch, dass sie die Persönlichkeit, Schreib- und Gestaltungssprache eines bestimmten Autors transportieren. Wenn ich auf die Seiten von Martin (hier), Tim oder 8mt gehe, weiß ich so etwa, welcher Schreibstil und welche Auffassung von Fotografie mich erwarten, und genau dafür besuche ich sie auch. Bei einem gemeinsamen Portal (Contra 4) würden die Eigenarten eher untergehen. Unterschiedliche Schreibweisen und Auffassungen blieben zwar bestehen, aber durch das gemeinsame Layout fehlt gewissermaßen die visuelle Assoziation mit dieser Unterschiedlichkeit.
Zu viel Information ist ungesund
Viele Portale, die ich kenne, wirken auf mich (Contra 5) überladen und verwirrend: zu viele Informationen stürmen gleichzeitig auf mich ein, ein allgemeines Problem des Internets setzt sich hier fort. Ich weiß nicht, wessen Beitrag ich als ersten lesen soll. Ist das nur mein persönliches Problem? Ich glaube nicht. Und wenn Werbung dazukommt, wird es noch schlimmer.
Alternative: Blogverbund
Was ich mir eher vorstellen könnte: Einen Zusammenschluss von drei bis fünf Autoren von Fotografie-Blogs (Definition: Blog über Fotografie, kein Fotoblog, wo nur Bilder veröffentlicht werden) zu einer Gruppe, einem Blogverbund. Diese Gruppe verabredet eine Kooperation z.B. mit folgenden Merkmalen:
- gemeinsamer Feed (zusätzlich zum eigenen, wird auf jedem beteiligten Blog veröffentlicht)
- gemeinsame Themenreihen (z.B. jeder Autor schreibt einen Beitrag zu einem Thema, die Beiträge werden innerhalb einer Woche nacheinander veröffentlicht und sind untereinander verlinkt)
- gemeinsame Fotothemen (Themen wie “rot”, “Stadt”, “SW-Porträt”, “meine erste Kamera”, …) werden vereinbart und innerhalb einer Woche reihum veröffentlicht
- gemeinsame Fotoausflüge (optional; schon schwieriger, da Autoren oft nicht in einer Stadt/Region)
- schöner Name und Logo/Button, beides prangt auf der Startseite der beteiligten Blogs.
Vorteile: Die Eigenarten des Einzelheiten bleiben klar erkennbar, Besucher des Einzelblogs bekommen durch die Verweise auf die Mitglieder des Verbunds mehr “geboten” (Blogrolls sind da zu unspezifisch), Mitglieder des Verbunds bekommen mehr/bessere/persönlichere Anregungen für die eigene Arbeit, gemeinsame Projekte können entstehen, Wissen und Arbeiten der einzelnen werden besser vernetzt, bei größtmöglicher Freiheit des Einzelnen.
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