Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.
26.
JUN
10 Tipps für die fotografische Weiterbildung
Abgelegt unter Schauen, Schmökern, Sinnieren | Trackback
Ihr fragt euch sicher ähnlich wie ich immer wieder mal, wie ihr fotografisch weiterkommen könnt. Die Frage ist verständlich; schließlich möchte man nicht auf der Stelle treten, sondern neue Möglichkeiten, Themen, Herangehensweisen an die Fotografie kennen lernen. Einen bedenkenswerten Artikel über die Grenzen des Weiterkommens hat Adrian Ahlhaus vor einiger Zeit geschrieben. Ich selbst habe einige Zeit suchen müssen, bis ich für mich die richtige Mischung gefunden hatte. Die folgende Liste ist konzentriert auf die Bedürfnisse jener, die wissen, was Blende und Belichtungszeit sind, die einen eigenen Stil entwickeln möchten und denen es nicht (mehr/nur) um die pure Beherrschung der Technik geht.

So dornig ist der Weg, auf dem wir weiterkommen wollen …
- Regelmäßiger Austausch mit anderen in einem fortlaufenden Kurs: Über meine Foto-Peer-Group “Kunst des Sehens” (VHS-Kurs in Stuttgart) habe ich schon früher geschrieben. Gemeinsame Fotoexkursionen, Ausstellungsbesuche und vor allem immer wieder schlicht und einfach: Bilder auf den großen Tisch legen und darüber sprechen, optimalerweise unter Anleitung eines guten Fotografen. Alternativ bietet sich auch ein örtlicher Fotoclub an, hier muss man jedoch aufpassen, dass man nicht von Technikfreaks umgeben ist, die sich nur gegenseitig mit ihrer Ausrüstung beeindrucken wollen. Oder eine Entschuldigung fürs abendliche Bier suchen.
- Besuch von Ausstellungen von KünstlerInnen und FotografInnen: Eine nicht zu unterschätzende Inspirationsquelle. Glücklich, wer in oder im Umkreis einer kulturell gut versorgten Großstadt wohnt. Hilfreich ist es, eine Ausstellung mit anderen zusammen zu besuchen, um die ausgestellten Werke diskutieren zu können. Auch aus Malerei und Skulptur kann man übrigens viele Lehren ziehen für die eigene Fotografie: Bildaufbau, Umgang mit Licht und Schatten, Gestaltung …
- Eigentlich eng verbunden mit Punkt 2: Von guten Fotografen lernen. Ob man deren Bilder nun schätzt oder ablehnt: auch aus Ablehnung kann eine produktive Auseinandersetzung werden. Ein sehr wichtiger Punkt. Solche Werke lassen sich natürlich nicht nur in Ausstellungen, sondern auch in Fotobüchern (Monographien) studieren, die es übrigens auch in vielen Stadtbüchereien gibt – man muss nicht immer gleich 40 Euro ausgeben. Auch hier bringt es am meisten, die Fotos mit anderen zu diskutieren.
- Urlaub für die Weiterbildung opfern: Mehrtägige Fotokurse und Sommerschulen. Intensive Erlebnisse mit der Fotografie, und meist einen großen Qualitäts- und Motivationsschub, bringen gut ausgesuchte Kurse vorzugsweise an schönen Orten im In- oder Ausland. Sehr wichtig sind hier nicht nur die Bedingungen vor Ort (möglichst geringe Teilnehmerzahl, gute Organisation, erfahrene Kursleiter …). Auch den oder die Kursleiter, dessen/deren Lebenslauf und Portfolio sollte man sich gut anschauen. Interessiert mich, was er macht? Wird er oder sie mir etwas beibringen können? Ist der Kurs von Kameraherstellern gesponsert und womöglich nur eine gut getarnte Werbeveranstaltung? Einen guten Überblick über Fotokurse und Sommerakademien bietet Fototrainer.de, wo man nach Kursen in der eigenen Stadt suchen kann und aktuell eine Übersicht über fotografische Sommerakademien geboten wird.
- Auseinandersetzung mit der eigenen Einstellung zum Leben (ja!) und zur Fotografie: Was will ich erreichen? Welche Themen sind mir wichtig? Welche Ziele will ich mir in der Fotografie setzen? Dazu gehört auch, sich ein Thema zu suchen und es konsequent zu verfolgen und umzusetzen. Wie schwer das ist, weiß jeder, der es einmal versucht hat. Dazu gehört auch, ein Portfolio zu entwickeln oder ein “Body of Work”, wie es John Paul Caponigro in einem lesenswerten Aufsatz genannt hat (Download hier als pdf auf Englisch). Man kann sich dazu auch professionelle Hilfe suchen, sofern es der Geldbeutel erlaubt.
- Das gute alte fotografische Lehrbuch: Der Markt für Fotografie-Bücher ist inzwischen riesengroß und es ist relativ schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Besonders Bücher, bei denen die Kunst des Sehens und die Bildgestaltung im Vordergrund stehen, sind schwer zu finden. Eine aktuelle Neuerscheinung sollte man sich vielleicht ansehen: George Barrs “Besser Fotografieren”. Der US-Bestseller ist nun auch auf Deutsch erhältlich. Inhaltsverzeichnis, Einleitung und ein Auszug aus dem ersten Kapitel, die ihr auf der Webseite des Verlags ansehen könnt, lesen sich recht vielversprechend. (EDIT: Gelesen und empfohlen von Lars, siehe Kommentar.)
- Fotozeitschriften: Bitte kein werbestrotzendes Foto-Equipment-Testheft, was man wohl über mindestens 80 % aller Fotozeitschriften sagen kann. Ich hatte mich seinerzeit schon mal über dieses Thema ausgelassen. Meine Favoriten zur Zeit: Photonews (interessante Fotografen und Artikel, Neuigkeiten aus der Szene, viel guter Inhalt für wenig Geld) und Schwarzweiß (interessant auch für Farbfotografen: gute Fotoauswahl, Schwerpunkt auf Bildkritik und Gestaltung, hochwertig gemacht). EDIT: Ralf Spieß empfiehlt außerdem Photo International und Leica Fotografie International (auch für Nicht-Leicaner).
- Fotografie studieren: Wer entschlossen ist, sein Hobby zum Beruf zu machen und sich eine Fotografie-Lehre nicht vorstellen kann, wer jung genug ist oder sich fühlt, kann natürlich auch an ein Studium denken. Eine Übersicht über die Fotografie-Studiengänge in Deutschland mit weiteren Informationen gibt es auf der Seite Foto-Studium.
- Informationen aus dem Internet zusammensuchen: Diese eigentlich vielversprechende Möglichkeit ist gar nicht so einfach zu verwirklichen. In Foto-Foren und Communities wird eine echte Bildkritik kaum je geleistet. Im Internet am häufigsten zu finden sind technische Hilfestellungen bei der Umsetzung bestimmter Aufgaben, die technischen Grundlagen der Fotografie oder das Erörtern der Vor- und Nachteile bestimmter Ausrüstungsgegenstände. Gelegentlich trifft man dann auch auf wertvolle Tipps zur Gestaltung, leider meist im englischsprachigen Bereich.
- Fotografieren, fotografieren, fotografieren! Dieser Punkt steht nur deshalb am Ende, weil er sich eigentlich von selbst versteht und selbstverständliche, unabdingbare Voraussetzung für das eigene Weiterkommen ist.
Wenn ich diese 10 Punkte so lese, wird mir klar, dass für mich persönlich Punkt 1, 2/3, 5 und 10 am wichtigsten sind. Mit sich immer wieder verschiebenden Schwerpunkten.
Habt ihr noch mehr Ideen zur fotografischen Weiterbildung? Bitte weist in einem Kommentar darauf hin, ich werde sie dann in den Artikel einbauen.
Tipps von Schauplatz-Besuchern:
- Sich selbst limitieren, also z.B. nur mit einem 50-mm-Objektiv losziehen. Das schult das Auge auf eine bestimmte Brennweite und macht Spaß! (Ralf-Jürgen Stilz)
- Kaufe Bilder. Wer Kunden ansprechen will, der sollte selbst auch Kunde sein. (Uwe Mayer)
28.
MAI
[german]Serie zur Straßenfotografie auf dem Sonic Blog[/german][english]Link Tipp: Learn about Street Photography with The Sonic Blog[/english]
Abgelegt unter Schauen, Schmökern | Trackback
[german]Peter Feldhaus vom Sonic Blog hat es dankenswerterweise auf sich genommen, eine Serie zur Straßenfotografie zu veröffentlichen. Die ersten beiden Teile sind bereits online: Straßenfotografie heute und Straßenfotografie-Gemeinschaften. Da ich mich zur Zeit auch allmählich an dieses Genre herantaste …
… ganz heimlich von hinten eben …
… freut mich das sehr. Es lohnt sich wirklich, sich bei den von Peter verlinkten Fotografen und Street-Communities einmal umzuschauen.
Die Frage, die mich am brennendsten interessiert, sobald ich die praktische Frage “Wie schaffe ich es, mich zu trauen?” hinter mir gelassen habe, ist allerdings die:
Was macht eine gute Straßenfotografie aus?
Wenn es vor allem auf den berühmten Augenblick ankommt, wenn technische Aspekte in den Hintergrund treten – wer rettet uns dann vor der Beliebigkeit einer willkürlich ausgewählten Straßenszene?
Fangen wir doch bei mir an: Warum finde ich das Bild von der Frau gelungen?
- Die nach hinten gestreckte Hand mit der Zigarette hat ein Gegengewicht in dem linken nach außen gestellten Bein
- die beiden angedeuteten Diagonalen von linkem Bein und rechtem Arm haben ihr Gegengewicht in den senkrechten Linien der Telefonsäulen, aber mehr noch:
- Man sieht nicht, was die Frau in ihrer linken Hand hält: ein Adressbuch? ihre Geldbörse?
- Will sie telefonieren? Hat sie telefoniert? Überlegt sie, ob sie ihren Liebsten anruft und mit ihm Schluss macht? –> man könnte sagen, das Bild möchte eine Geschichte erzählen, bleibt aber offen
- das Bild weckt Emotionen, ein Aspekt, der mir in der Fotografie sehr wichtig ist. Nicht im Sinne von Werbung (”Oh, die Kampagne ist so emotional!!”), sondern im Sinne von einer sich mit fortgesetzter Bildbetrachtung steigernden Emotion, die sich z.B. in Fragen, Staunen oder Neugier äußern kann
Häufig finde ich Straßenfotografie gelungen, wenn disparate Elemente im Bild auf berührende oder witzige Weise kombiniert sind. Das gilt z.B. für den zur Zeit “gefeatureten” (gibts das auf deutsch?) Fotografen Jeffrey Ladd von der ebenfalls von Peter genannten Street-Gemeinschaftsseite iN-Public.
Wie gehts euch bei Betrachten von guter oder schlechter Street Photographie? Habt ihr Qualitätskriterien? Vorlieben, Abneigungen?
[/german]
[english]
Peter Feldhaus of The Sonic Blog thankfully undertakes to write a series on street photography. The first two installments have already been published: Street photography today and Street Photography Communities. Since I’ve been approaching this genre, gradually …
… secretly behind your backs, as it were …
… I’m very glad about Peter’s initiative. It is really worthwile to study the work of the photographers Peter mentioned and to browse the sites of the street photographers’ communities.
The question which interests me most, though – as soon as I have solved the practical question how to be bold enough to start – is this:
What constitutes a good street photograph?
If street photography is all to to with the famous ‘moment’, if technical aspects remain in the background – who is going to save us from the arbitrariness of a street scene chosen at random?
Let’s start by looking at my photo above.: Why do I find it’s rather well done?
- The hand with the cigarette held out is counterweighed by the left leg held slightly askew
- the diagonal lines suggested by the woman’s left leg and right arm are counterweighed by the vertical lines of the phone posts, but what is more:
- you don’t see what she holds in her left hand: an address book? a purse?
- Does she want to make a phone call? Has she just made it? Does she wonder whether to call her lover and break with him over the phone? –> you might say the photograph would like to tell a story but isn’t allowed to.
- the image triggers emotions, an aspect which is very important to me in photography. Not in the sense of emotional advertising (’well, this campaign is so emotional!’) but in the sense of an emotion which grows stronger, the longer one looks at a photograph, an emotion which may be expressed as questions, amazement, curiosity …
Often, I like street photography when there are disparate elements combined in a touching or funny way. This is the case, for instance, with the work of Jeffrey Ladd which is just being featured on the community iN-Public.
I also like photograph where, on looking closely, you discover relationships between people, between things, or between people and things. Like in my photo where there seems to be a relationship between the woman and the two telephone poles.
What do you feel when looking at good, bad or ugly street photography? Are you conscious of criteria of excellence? What preferences or aversions do you have?
[/english]
15.
MAI
“Fotografieren ist mehr als auf den Auslöser drücken”
Abgelegt unter Internals / Interna, Schauen, Schmökern | Trackback
Diesen äußerst denkwürdigen und bedeutsamen Satz soll die gar nicht so unbedeutsame Fotografin Bettina Rheims von sich gegeben haben. Was sich hinter dem kleinen Wörtchen “mehr” versteckt, ist das Thema dieses Blogs. Das erkannte auch die Kreiszeitung Böblinger Bote, die den Schauplatz heute zum “Blog der Woche” erkor.
Ich bin so frei (lies: eitel) und präsentiere euch heute mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion, was über mich geschrieben wurde:
Wenn das nicht ein Erfolg ist – der erste Schritt auf dem Weg von der Local Heroine zum Internet-Star! Glückwünsche und Karten bitte bei meinem Agenten abgeben :-).
8.
JAN
Neuer Fotografie-Blog kurz vor dem Start: Ansichtssache
Abgelegt unter Schauen, Schlendern, Schmökern | Trackback
Themenblogs über Autos, Frauen, Katzen und Kameras
(was braucht der Mann von heute mehr?)
Es tut sich was im deutschsprachigen Bloggerwald: Der unermüdliche Robert Basic baut an. Sein überaus erfolgreicher Basic Thinking Blog bekommt vier neue Wohnungen: eine für Autos (Autor Alex aus Bielefeld, finde leider keine bisherige Website), eine für Frauen (Nimue), eine für Katzen (Eli) und eine für Fotografen (gleich!). Bedingungen: Der Autor bekommt eine Subdomain von Basicthinking und Roberts Beistand, Gastbeiträge und Menschlichkeit, dafür gibt er 30 % der evtl. anfallenden Einnahmen ab, schreibt mindestens 20 Posts im Monat und spendet all sein Herzblut.
An dieser Aktion erkennt man mal wieder Roberts unglaubliche Energie und Offenheit. Die Mieter der BasicThinking-Wohnungen nebst ihrer Besucher, Freunde und Untermieter können sich auf spannende Entwicklungen freuen.
Fotografieblog über Equipment, Bildbearbeitung und Bildästhetik
Besonders spannend für unsereins ist natürlich der geplante Fotografieblog; ich poliere schon mal das Objektiv und lege die Speicherkarte bereit. Mit “Ansichtssache” ist auch ein griffiger Name gefunden (aber gibt es das nicht schon mal irgendwo?). Einen Vorgeschmack vom Inhalt gibt es bereits unter ansichtssache.basicthinking.de zu besichtigen (Rechtschreibkorrektur nicht vergessen!).
Die beiden Autoren sind “Béla Beier, 27 Jahre alt, Onlinejournalismus-Student, Minolta-jünger und ehemaliger Mitarbeiter des Magazins PHOTOGRAPHIE [das ist die Zeitschrift mit den "wahnsinnig raffinierten und künstlerischen Aktfotos auf der Titelseite"]“. Bélas privater Blog gibt ist der Zeitlupenbaer. Sein Co-Autor ist der 18-jährige Berliner Schüler Felix Xiel, der wohl eher aus der Entertainment-Ecke kommt, falls man mit 18 schon aus irgendeiner Ecke kommen kann (correct me if I’m wrong, Felix).
Als Minolta-Jünger ist mir Béla schon mal sympathisch, habe ich doch an einer SRT-101 und einer X-700 fotografieren gelernt. Das Magazin-Layout, das er für das neue Projekt ausgesucht hat, gefällt mir gut, und ein paar Gedanken zur Struktur hat er sich offensichtlich auch schon gemacht. Man darf gespannt sein.
Neben einer “Kamera-Top-Liste” und “väterlichem Rat von Robert Basic” gibt es laut Béla folgende Schwerpunkte, wie er in einem Kommentar bei Robert schreibt:
Ein Thema wäre natürlich Equipment, mit dem Gedanken an einen Leser, der KEIN Milliardär ist. DIY, kleine Hersteller und der unterschied zwischen sinnvollem und sinnlosem Equipment wäre ein Teil - ich nenn’s jetzt mal spontan “Der kleine Fotograf”. Ein anderes Gebiet wäre Fotografie und Netz: Bildersharing, Urheberrechte, Onlinewerkzeuge, diese Richtung. Dann muss noch rein die „Arbeitswelt“ – Objektive, Software (bevorzugt Open Source, auch wenn Photoshop nach wie vor für jeden die Referenz ist), Papier, Druckereien (webbasiert), und Ähnliches. Und das letzte Thema (vorläufiger Titel: Vor-bilder) wären dann Portfolios und Websites guter Fotografen. Vielleicht noch den Bereich „neben der Linse“ für Skurriles und Unterhaltsames.
Die Beiträge wären oft Verlinkungen mit einer Beschreibung, dazu eine große „Link-Seite“. Ein paar statische Seiten mit den jeweiligen Tipps, Nachrichten auch oft antizyklisch zu den Verkaufsmagazinen (Bsp: Modellpflege – man kann’s doch auch so sagen).
Autor wäre meine Wenigkeit für den Anfang, um dann evtl. Leute von kleinen Blogs dazuzugewinnen, beispielsweise Adrian Alhaus, oder Martin Gommel von kwerfeldein.de oder sogar die Jungs von den „Bildjournalisten“ des djv…
Dazu soll es dann eine Art Tutorial-Abteilung für den “Mittelklasseknipser” geben, à la “kooperative Fotoschule”. Sowas ist natürlich immer willkommen, im angelsächsischen Bereicht gibt es das zuhauf, hier bei uns noch nicht so.
Bildästhetik und Gestaltung Nebensache?
Das Konzept scheint mir insgesamt ganz interessant zu sein, wenn mich auch der Verdacht beschleicht, dass meine Lieblingsthemen Ästhetik, Fotokunst, Gestaltung usw. auch bei diesem Projekt eine Nebenrolle spielen werden. Auf jeden Fall wünsche ich Robert als frischgebackenem Vermieter, allen seinen Mietern und besonders der Abteilung Fotografie viel Spaß und Erfolg bei der neuen Aufgabe – ich komme dann gern mal auf einen Pixelkaffee vorbei und lade euch natürlich auch zu selbigem auf dem Schauplatz ein. Wann soll’s denn richtig losgehen?
(Hintergründe der Aktion bei Robert in diesem Post, aktueller Stand in diesem).
10.
NOV
Straßenfotografie: Literatur und Ausstellung
Abgelegt unter Bücher, Schauen, Schmökern | Trackback
Zur Straßenfotografie findet man nur wenig Literatur, aber man findet: Als Einstieg interessant fand ich den Text “Open City. Straßenfotografie seit 1950” von der Wiener Kunsthistorikerin Marie Röbl. In Ihrer Rezension des im Titel genannten Ausstellungskatalogs (Hatje-Cantz, Stuttgart 2001) gibt sie einen kurzen Abriss der Entwicklung und Etappen der Straßenfotografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf ihrer Webseite “Texte zur Fotografie” kann man in weiteren Rezensionen und Katalogtexten der Autorin zur Fotografie stöbern.
Straßenfotografie – aus und vorbei?
Clive Scotts “Street Photography: From Atget to Cartier-Bresson: From Brassai to Cartier-Bresson” hatte ich im letzten Beitrag bereits erwähnt – auffällig, dass neben Bildbänden einzelner Fotografen des Genres vor allem historisch orientierte Werke zu diesem Thema erschienen sind. Gibt es keine aktuellen Gedanken dazu? Ist seit Cartier Bresson nichts Wesentliches passiert? Ist das Thema zu diffus, um es in einem Buch zu behandeln?
Klassiker des Genres in München: Cartier-Bresson
Die Ursprünge eines Klassikers der Straßenfotografie sind zur Zeit in der Versicherungskammer Bayern zu sehen, wo die Ausstellung “The Early Years 1926 – 1934″, die 1987 im Museum of Modern Art zu sehen war, erneut zusammengestellt wurde. Der damalige Begleitband dazu ist auf deutsch erschienen. In der Beschreibung bei Lindemanns Fotobuchhandlung ist zu lesen:
[Der Band] zeigt die besten Aufnahmen aus Henri Cartier-Bressons eindrucksvollem Frühwerk und bringt einen grundlegenden Text von Peter Galassi, der für das Verständnis des gesamten künstlerischen Werkes von Henri Cartier-Bresson von erheblicher Bedeutung ist.
Mit meiner Fotogruppe werde ich morgen die Ausstellung besuchen, mal schauen, was sich neues Altes und Anregendes entdecken lässt.
Straßenfotografie im Internet
Einen Straßenfotografie-Blog gibt es auch, und ihn führt Hans-Heinrich Pardey. Des weiteren fiel mir noch die HP-Galerie zum Thema auf, “Hype Street Photography“. Eine Teilnahme an dieser Aktion des Druckerherstellers versprach eine Eintrittskarte zu den Rencontres nach Arles und ist damit vorbei. Die Galerie ist aber noch online, und im Prinzip kann jeder Fotos hochladen. Sechs Fotos sind erlaubt, und sie müssen eine Prüfung passieren. Mittlerweile sind über 10.000 Fotos online; ob man in dieser Überfülle eine Orientierung findet, sei dahingestellt. Zudem ist mir die Präsentation zu flashig, die Fotos zu klein.
Site information:
Recent posts:
Recent comments:
- Fotoalbum: Schreiben Schreiben in ein Gästebuch oder ein Blog ist manchmal wirklich nciht leicht. Aber wer ein wenig...
- Claudia: @nord67: sehr löblich
@R. Kneschke: nein - hab mal angeschaut, aber nichts bestellt. kann mir nichts... - R. Kneschke: Hast Du das mit dem Müsli-Versand über das Internet schon mal ausprobiert?
- Manfred: … nur eine kleine Anmerkung: Sammatz liegt (fast) am Ende der Welt, jedenfalls von Süden aus gesehen....
- nord67: Bin zwar nicht so ein Müsliesser, aber wenn, stelle ich es mir auch selbst zusammen. Danke für den Tipp mit...
My photography:
My neighbours:
- Bildjournalisten
- bildwerk3
- Die Welt der Photographie
- Fotofeinkost
- fotografr.de
- Happy Shooting
- Intermayer.com
- ISO 800
- Kwerfeldein
- Lens-Flare
- Nachbelichtet
- realfragment
- So gesehen
- The Public Eye Blog
- The Sonic Blog
- For my del.icio.us photography bookmarks, see Fotolinks.






