Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.

21.
JUN

[german]Glasmusik[/german][english]Glass music[/english]

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[german]Gestern in der Stuttgarter Innenstadt:


Glass music I Glass music II

[/german]
[english]Yesterday in the city of Stuttgart:

Glass music I Glass music II


[/english]

28.
MAI

[german]Serie zur Straßenfotografie auf dem Sonic Blog[/german][english]Link Tipp: Learn about Street Photography with The Sonic Blog[/english]

Abgelegt unter Schauen, Schmökern | Trackback

[german]Peter Feldhaus vom Sonic Blog hat es dankenswerterweise auf sich genommen, eine Serie zur Straßenfotografie zu veröffentlichen. Die ersten beiden Teile sind bereits online: Straßenfotografie heute und Straßenfotografie-Gemeinschaften. Da ich mich zur Zeit auch allmählich an dieses Genre herantaste …

Woman on the phone

… ganz heimlich von hinten eben …

… freut mich das sehr. Es lohnt sich wirklich, sich bei den von Peter verlinkten Fotografen und Street-Communities einmal umzuschauen.

Die Frage, die mich am brennendsten interessiert, sobald ich die praktische Frage “Wie schaffe ich es, mich zu trauen?” hinter mir gelassen habe, ist allerdings die:

Was macht eine gute Straßenfotografie aus?

Wenn es vor allem auf den berühmten Augenblick ankommt, wenn technische Aspekte in den Hintergrund treten – wer rettet uns dann vor der Beliebigkeit einer willkürlich ausgewählten Straßenszene?

Fangen wir doch bei mir an: Warum finde ich das Bild von der Frau gelungen?

  • Die nach hinten gestreckte Hand mit der Zigarette hat ein Gegengewicht in dem linken nach außen gestellten Bein
  • die beiden angedeuteten Diagonalen von linkem Bein und rechtem Arm haben ihr Gegengewicht in den senkrechten Linien der Telefonsäulen, aber mehr noch:
  • Man sieht nicht, was die Frau in ihrer linken Hand hält: ein Adressbuch? ihre Geldbörse?
  • Will sie telefonieren? Hat sie telefoniert? Überlegt sie, ob sie ihren Liebsten anruft und mit ihm Schluss macht? –> man könnte sagen, das Bild möchte eine Geschichte erzählen, bleibt aber offen
  • das Bild weckt Emotionen, ein Aspekt, der mir in der Fotografie sehr wichtig ist. Nicht im Sinne von Werbung (”Oh, die Kampagne ist so emotional!!”), sondern im Sinne von einer sich mit fortgesetzter Bildbetrachtung steigernden Emotion, die sich z.B. in Fragen, Staunen oder Neugier äußern kann

Häufig finde ich Straßenfotografie gelungen, wenn disparate Elemente im Bild auf berührende oder witzige Weise kombiniert sind. Das gilt z.B. für den zur Zeit “gefeatureten” (gibts das auf deutsch?) Fotografen Jeffrey Ladd von der ebenfalls von Peter genannten Street-Gemeinschaftsseite iN-Public.

Wie gehts euch bei Betrachten von guter oder schlechter Street Photographie? Habt ihr Qualitätskriterien? Vorlieben, Abneigungen?

[/german]
[english]

Peter Feldhaus of The Sonic Blog thankfully undertakes to write a series on street photography. The first two installments have already been published: Street photography today and Street Photography Communities. Since I’ve been approaching this genre, gradually …

Woman on the phone

… secretly behind your backs, as it were …

… I’m very glad about Peter’s initiative. It is really worthwile to study the work of the photographers Peter mentioned and to browse the sites of the street photographers’ communities.

The question which interests me most, though – as soon as I have solved the practical question how to be bold enough to start – is this:

What constitutes a good street photograph?

If street photography is all to to with the famous ‘moment’, if technical aspects remain in the background – who is going to save us from the arbitrariness of a street scene chosen at random?

Let’s start by looking at my photo above.: Why do I find it’s rather well done?

  • The hand with the cigarette held out is counterweighed by the left leg held slightly askew
  • the diagonal lines suggested by the woman’s left leg and right arm are counterweighed by the vertical lines of the phone posts, but what is more:
  • you don’t see what she holds in her left hand: an address book? a purse?
  • Does she want to make a phone call? Has she just made it? Does she wonder whether to call her lover and break with him over the phone? –> you might say the photograph would like to tell a story but isn’t allowed to.
  • the image triggers emotions, an aspect which is very important to me in photography. Not in the sense of emotional advertising (’well, this campaign is so emotional!’) but in the sense of an emotion which grows stronger, the longer one looks at a photograph, an emotion which may be expressed as questions, amazement, curiosity …

Often, I like street photography when there are disparate elements combined in a touching or funny way. This is the case, for instance, with the work of Jeffrey Ladd which is just being featured on the community iN-Public.

I also like photograph where, on looking closely, you discover relationships between people, between things, or between people and things. Like in my photo where there seems to be a relationship between the woman and the two telephone poles.

What do you feel when looking at good, bad or ugly street photography? Are you conscious of criteria of excellence? What preferences or aversions do you have?

[/english]

25.
MAI

[german]Ausstellungstipp: Cartier-Bressons Paris-Fotos in Fellbach[/german][english]Photography Exhibition: Cartier-Bresson Looks at Paris[/english]

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[german]Im Fellbacher Rathaus wird am kommenden Donnerstag um 19.00 Uhr die Ausstellung “Henri Cartier-Bresson: Fotografien à propos de Paris” eröffnet. HCB wäre am 22. August 100 Jahre alt geworden. In der Ausstellung werden rund 80 Fotografien des Street-Spezialisten aus Paris gezeigt. Daneben ist auch der Dokumentarfilm „Henri Cartier-Bresson: Biographie eines Blicks“ von Heinz Bütler zu sehen.

Weitere Informationen zu Vernissage, Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen bietet die Ausstellungs-Webseite.

[/german]

[english]The exhibition “Henri Cartier-Bresson: Fotografien à propos de Paris” opens next Thursday at 7 p.m. in the Fellbach City Hall. HCB would have been 100 years old on August 22, 2008. The exhibition shows around 80 photographs Cartier-Bresson took in Paris. The documentary „Henri Cartier-Bresson: Biographie eines Blicks“ by Heinz Bütler will also be shown.

For more information on vernissage, exhibition and side-events, see exhibition website.[/english]

31.
OKT

Straßenfotografie: Wie geht das?

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Ganz einfach, könnte man meinen: Raus auf die Straße, und los. Ganz so einfach ist es aber nicht. Mir stellen sich dabei zwei Herausforderungen: eine psychologische und eine technische.

Straßenfotografie wörtlich genommen
Straßenfotografie wörtlich genommen

Die psychologische Herausforderung: Meine (natürliche) Scheu davor, den Menschen zu nahe zu kommen, mich aufzudrängen, sie durch mein Fotografieren zu belästigen. Diese Scheu lässt sich wohl nur durch Übung und noch mehr Übung überwinden. Zudem muss es Wege geben, Menschen zu fotografieren, ohne sie zu belästigen.

Die technische gestalterische Herausforderung: Wie fotografiere ich überhaupt, wann sind Straßenfotografien “gut”, wie mache ich mich unsichtbar? In einem kleinen Video über den Fotografen Joel Meyerowitz führt dieser seine Methode vor und empfiehlt:

  • an Straßenecken warten, auf Menschenansammlungen achten, Interaktionen und Gesten beobachten
  • spontan sein, immer wach, auf Unvorhersehbares gefasst sein und reagieren
  • sich unsichtbar machen: durch selbstbewusste Körpersprache den Menschen signalisieren, dass sie ihm vertrauen können, dass sie sich verhalten können, als sei er gar nicht da
  • unpassende Elemente kombinieren
  • das Fotografierte durch den Rahmen der Fotografie aus dem Alltag herausheben

Er fotografiert schon seit 40 Jahren auf den Straßen von New York, aber irgendwie will mir die Übertragbarkeit seiner Methode – er hüpft herum, fotografiert im Vorbeischweben, die Menschen reagieren tatsächlich kaum auf ihn – auf den Ludwigsburger Marktplatz oder auch die Innenstadt von Stuttgart nicht recht einleuchten. Doch ich bin gewillt, es auszuprobieren. In Straßburg werde ich mich in den nächsten Tagen darin üben können.

Die rechtlichen Skrupel, die heute viele haben, kommen hinzu. Auf die rechtliche Seite möchte ich aber nicht eingehen, da haben sich schon einige Kollegen geäußert, so etwa Peter Feldhaus vom Sonic Blog, Tim vom Fotonews-Blog, Martin vom Public Eye Blog. Das Thema wird immer wieder in Foren und Blogs thematisiert, sicherlich auch weil es da nicht nur bei Amateuren eine große Unsicherheit gibt.

Kinder auf dem Marktplatz
Straßenfotografie illegal

Literatur zum Thema scheint es kaum zu geben. Einige wenige Bildbände und sonst überwiegend historisch ausgerichtete Werke wie die neue Geschichte der Straßenfotografie von Clive Scott (”Street Photography. From Atget to Cartier-Bresson”, London 2007, bei Lindemanns bestellen) – das ist alles, was man findet. Keinerlei lehrbuchartige Werke, die sich speziell mit Straßenfotografie beschäftigen. Das Thema scheint sich für Patentrezepte nicht zu eignen.

Kennt jemand ein empfehlenswertes Buch zum Thema? Und wie geht ihr bei der Straßenfotografie vor? Habt ihr eine “Methode”, oder läuft alles spontan?