Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.
16.
FEB
Manche schimpfen auf Stöckchen – und antworten doch: Martins Fotografie-Blog-Parade
Abgelegt unter Schauen | Trackback
(In letzter Zeit neige ich zu überlangen Titeln. Was sagt uns das? Nix.)
Martin Gommel schart mal wieder die deutschsprachige Foto(grafie)-Blogosphäre um sich und fragt:
Deutsche Fotografie-Blogs – wo sind sie denn?
Hier sind wir, und du kennst uns doch längst, möchte man rufen, und mancher kann sich eine ironische Bemerkung nicht verkneifen. Antwortet aber doch, hihi.
Ich dagegen mache es ganz dialektisch: Ich schildere die Embryonaldebatte um das Für und Wider von Stöckchen, und wie man damit praktischerweise Reichweite scheffelt, und antworte dann ebenfalls. Toll was? Ganz im Ernst, ich hege Stöckchen gegenüber so eine Art Hassliebe: Sie führen uns in Versuchung (let’s face it: Jeder möchte sich gern vorstellen und mehr Besucher gewinnen, denn warum würden wir sonst bloggen?), und gleichzeitig finden wir es cool, sie uncool zu finden.
Echte Asketen wie Tim antworten erst gar nicht – aber bei Tim ahnen wir den wahren Grund: Er ist mit dem Relaunch seiner Fotonews beschäftigt, die auch schon super cool aussehen, d.h. sie heißen jetzt gar nicht mehr Fotonews. Dafür aber gibt es jetzt massenhaft Content auf der Startseite, denn das neue Layout ist im Magazinstil gehalten. Auch dazu (Magazin-Templates) hege ich eine Art Hassliebe (damit hab ichs heute), denn einerseits sehen sie oft, auch in diesem Fall, wirklich super aus, andererseits fühle ich mich von dem ganzen Angeteasertwerden geradezu überfahren, überwältigt, reizüberflutet.
Was soll ich sagen: Beim neuen Fotografie-Blog scheint es ein Mittelweg zu sein, also herzlichen Glückwunsch zum neuen Design, Tim! Mensch, jetzt schreibst du in diesen Minuten auch noch ausgerechnet über Magazin-Themes und listest mehr Nachteile als Vorteile deines aktuellen Designs auf ;-). Wohl auch eine Art Hassliebe, was? (Glaub nicht, dass ich darüber für den Schauplatz noch nicht nachgedacht habe. Aber ich bin keine Journalistin sondern bloß eine kleine Freizeitbloggerin, darum bleibe ich bei meinem fehlerbehafteten Handstrickverfahren …)
Ich schweife ab. Hier meine Antworten auf Martins Suchanfragen nach Fotografie-Blogs:
- Wie lange schreibst Du schon über Fotografie?
Bloggen tu ich seit 1.2.2006, der erste Beitrag in meiner Kategorie “Schauen”, die zu meiner Fotografie-Kategorie geworden ist und mittlerweile mit Abstand am häufigsten bedient wird, erschien am … 3.2.2006. War aber kein wirklicher Fotografie-Beitrag, das hat sich erst im Lauf der Zeit herauskristallisiert.
- Über welche Themen der Fotografie schreibst Du am liebsten?
Mein großes Anliegen ist das langsame Fotografieren. aber nicht zu langsam, Mittel- oder gar Großformat is nicht drin bislang. Die Themen Gestaltung, Fotografie “an sich” (meine Güte …), Emotionen in der Fotografie (kommt bald) interessieren mich besonders. Ansonsten schreibe ich über meine Fotogruppe “Kunst des Sehens” (ihr könnts wohl schon bald nicht mehr hören lesen), über Ausstellungen, die mich inspirieren, über Fotozeitschriften und Internet-Fotogalerien. Ganz hinten kommt die Technik, die von andern zur Genüge abgedeckt wird.
- Wieviele Artikel veröffentlichst Du pro Woche?
Ein bis zwei, wenn ich gut drauf bin. Begrenzende Faktoren sind mein Brotberuf, die tägliche Fahrtzeit und die Tatsache, dass ich auch mal schlafen muss und auch mal wieder raus zum Fotografieren.
- Bist Du selbst Hobby- oder Berufsfotograf?
Siehe letzte Frage. Ich fotografiere erst, seit mein Freund mir vor fünf Jahren seine Minolta SRT 101 in die Hand gedrückt hat. Seitdem bin ich infiziert. Berufliche Ambitionen habe ich derzeit nicht, aber man weiß ja nie: Es soll auch noch andere Spätzünder geben :-).
- Welchen Artikel würdest Du als Deinen beliebtesten einschätzen?
Eindeutig meine Linktipps zu Adobe Lightroom. Hier scheint eine echte Angebotslücke zu herrschen (deutschsprachige Infos zu Lightroom), deren ich mich auch bald mal annehmen werde.
- Welchen deutschen Fotografieblog würdest Du (außer Deinem eigenen) empfehlen?
Preisfrage. Ich nenne einfach mal meine regelmäßig gelesenen Fotografie-Blogs:
- fotografr.de: 8mt schreibt so erfrischend flott und ironisch und hat so schöne Fotos und Geschichten aus der Natur zu bieten, dass man einfach nicht an ihm vorbeikommt.
- Fotografie-Blog (ehemals Fotonews): Wissenswertes und Spannendes über Fotografie und Fotojournalismus findet man bei Tim.
- Die Welt der Photographie: Adrian Ahlhaus verlangt seinen Besuchern Ausdauer beim Lesen ab, dafür belohnt er uns mit fundierten Überlegungen zur Technikentwicklung, zu Licht und Gestaltung, zur Philosophie möchte ich fast sagen.
- Bildwerk 3: Auch an diesem “Online-Magazin für Fotografie und Fotografen” kommt man nicht vorbei: Marko Radloff und Kristina Schade kennen sich in der Agenturszene aus und haben häufig spannende Interviews mit Fotografen zu bieten.
- So gesehen: Stefan Bucher aus Zürich hat ebenfalls etwas zu sagen, besonders in seinen Fotos stöbere ich gern herum
- Nachbelichtet: Markus Dollinger erfreut unter der Kategorie “Fotografie und EBV” oft mit beißender Ironie
- Weitere Empfehlungen findet ihr rechts in der Sidebar unter “Meine Nachbarn”
Also, Martin, reicht dir das? Allein mit diesen deutschsprachigen Fotografieblogs kann man sich schon lange genug vom Fotografieren abhalten!
2.
AUG
Fotografie-Stöckchen aufgefangen
Abgelegt unter Schauen, Worte des Tages | Trackback
Au weia, jetzt hat die Stöckchen-Epidemie auch die Fotografie-Blog-Szene erreicht. Meine Stöckchen-Euphorie tendiert asymptotisch gegen null, trotzdem fange ich dieses spezielle auf: Nach meiner Erfahrung interessieren sich viele Besucher für die Fragen dieses Stöckchens, das Christopher Tanneberger von Linsenperspektive aufgeworfen hat und das mir von Joachim Ott zugeworfen wurde:
1. Mit welcher(n) Kamera(s) fotografierst / arbeitest du?
Eigentlich finde ich diese Frage irrelevant (nur das Ergebnis zählt), aber wenn ihr es unbedingt wissen wollt: Minolta X-700, Olympus E-1, Panasonic Lumix FX-07.
2. Welches Zubehör hast du dir für dein Hobby/Beruf zugelegt?
Olympus Zuiko 14-54 (28-108 KB), Zuiko Makro 50mm/2.0 (100mm KB) mit Zwischenring, Sigma 55-200 (110-400, dieses Ding muss dringend gegen etwas Besseres ausgetauscht werden). Olympus Blitz FL-40, Stativ Manfrotto 055 ProB mit Kugelkopf Manfrotto 468MG-RC-2 nebst diversem Kleinkram. Zur Zeit träume ich von der neuen E-510 (Bildstabilisator, Live-View, mehr PS) oder noch besser von der lange angekündigten, aber noch immer nicht verfügbaren E-1-Nachfolgerin. Und von einer lichtstarken Normal-Festbrennweite (z.B. 24 mm/1.4).
3. Seit wann bis du Hobby- oder Berufsfotograf?
Im Mai 2003 begann ich mit der fast komplett manuellen Minolta SRT 101 zu fotografieren und war ziemlich schnell süchtig nach dem neuen Medium. Erst mal Zeit und Blende verstehen, dann neu sehen lernen, das waren die großen Anfangshürden. Als die SRT begann, mich mit willkürzlich auftretendem Lichteinfall zu nerven, kam die X-700 hinzu, die schnell zu meiner ständigen Begleiterin wurde. Ich mag mich immer noch nicht von ihr trennen, obwohl ich bei meinem unermesslichen, teurem Filmverbrauch immer wieder neidisch auf meinen Liebsten schielte, der seine Digitalfotos immer gleich ansehen und im Zweifelsfall eine neue Aufnahme machen konnte.
Seit etwa einem Jahr interessiere ich mich verstärkt für gestalterische Fragen, Fotokunst, die Kunst des Sehens, die Bedeutung von Fotografie, versuche mir Motive nach meinem inneren Antrieb und abseits technischer Spielereien oder visueller Moden zu suchen. Ein schwieriger, aber spannender Weg.
4. Veröffentlichst du deine Bilder? Zeitung, Internet, Agentur, Ausstellung….
Bislang ist meine wichtigste Öffentlichkeit 1) meine Kollegen im Fotokurs und 2) das Internet. Ich diskutiere meine Bilder hier auf dem Schauplatz und zeige sie auf dem Foto-Schauplatz, in meiner Zenfolio-Galerie und die Highlights seit neuestem in meiner Mosaic-Galerie. Einen etwas ambitionierteren Testballon habe ich mit der Teilnahme am SPIEGEL-Fotoprojekt Designklicks gestartet. Eine Ausstellung könnte eventuell 2008 zustande kommen.
5. Hast du mit deinen Bildern schon einmal an einem Fotowettbewerb teilgenommen?
Irgendwie finde ich die Idee anrüchig und absurd, aber auch reizvoll ;-). Immer wieder vorgenommen, aber nie umgesetzt.
6. Nimmst du dir Zeit um bestimmte Themen / Techniken der Fotografie umzusetzen? z.B. Blaue Stunde, Panoramen, Aktfotografie…
Immer dann, wenn wir in der Fotogruppe fotografieren gehen, oder wenn sich ein Thema, eine Idee so hartnäckig in mir festsetzt, dass ich sie nicht mehr ignorieren kann.
Sind noch Fragen offen?
Ich gebe das Stöckchen weiter an alle, die wollen, speziell aber an Jürgen Stumpe, Hartmut Ulrich und Nico Pudimat. Ich erlaube mir außerdem noch eine Frage hinzuzufügen:
7. Was macht deinen innersten Antrieb zur Fotografie aus? Warum fotografierst du?
Ich möchte den Dingen auf den Grund kommen. Durchs Hinsehen und Erforschen der Welt möchte ich herausfinden, was ich wirklich sehen will. Und das dann darstellen. Fotografie ist für mich eine Ausdrucksform. Nicht die einzige, aber eine, die immer wichtiger wird.
16.
FEB
Die Bloggerpersönlichkeit: Voyeur, Autist oder Selbstdarsteller?
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“Und wen interessiert das?” ist die häufigste Frage von Freunden oder Bekannten, wenn ich ihnen von meinem Blog (neuerdings: Blogs) berichte. Wenn ich dann versuche, die Faszination und meinen Antrieb beim Bloggen zu beschreiben, komme ich ins Schwimmen. Ich weiß es selbst nicht so genau, oder besser: Es gibt mehrere Gründe, mal ist der eine wichtiger, mal der andere.
Diese Sinnfrage stellen viele Blogger sich selbst und zum Überfluss noch befreundeten Bloggern. Eine bekannte, formalisierte Form solcher Selbstvergewisserung sind die Stöckchen, die immer wieder geworfen und manchmal sogar zu ganzen Bäumen (Blog-Speak: “Stöckchentracker“) zusammengebastelt werden. Ein Stöckchen ist eine Art Kettenbrief für Blogger, der als Alibi für die unersättliche Neugier gilt, man (Blogschreiber wie -Leser) dem anderen entgegen bringt, der diesen oder jenen supertollen, aufgemotzten, genial geschriebenen oder lustigen Blog aufgebaut hat. Je persönlicher die Details, umso besser, scheint man (mit gewissen Grenzen) zu denken.
Manche machen sich auch in eigenen Beiträgen Gedanken darüber, warum sie online so viele Details von sich Preis geben, warum es sie interessiert, von anderen private Vorlieben und Gewohnheiten zu erfahren …
Ich hab dazu auch so meine Thesen. Sie wechseln je nach Stimmung:
- Blogger sind Nerds, die nichts anderes machen, als vorm PC/Mac zu hocken, Pizza und Coke in sich reinzuschlingen und nach Nachrichten zu fahnden, die sie auf ihren Blogs recyceln können (Marke “schlecht kaschiertes News-Recycling”, Mehrwert < oder = Null).
- Blogger sind Schreibende, die mich und die Welt mit ihren rhetorischen Perlen bereichern. Ohne Blogs wäre keiner nichts und jeder alles, äh: ohne Blogs geht es nicht.
- Blogger sind Voyeure, die ihre Neigung in der Gesellschaft nicht unsanktioniert ausleben können und daher sogenannte “social software”, Web 2.0 und Ähnliches brauchen, um im Privatleben anderer herumschnüffeln zu können (frei nach BKA und Innenministerium, bloß ohne Strafandrohung) und sich selbst zugleich aufs bis aufs Hemd entblößen zu können. Motto: Besser notorisch als gar nicht berühmt.
- Blogger sind Autisten (echte Autisten bitte nicht beleidigt sein ob dieser Beleidigung!), die dick und hässlich sind, keine Freunde haben und deshalb nach Freundschaften im Netz hungern, Aufmerksamkeit suchen und darum immer gegenseitig in ihren Blogs kommentieren, damit der andere es auch tut. Bevorzugt bloggen sie auf A-Blogger-Blogs, um dadurch mehr Traffic und damit potentielle Freunde auf das eigene Blog zu locken. Sie sind Lock-Blogger, um nicht zu sagen Block-Logger …
- Blogger sind Technik-Freaks (eng verwandt mit Typ 1, dem Nerd), die alles Neue ausprobieren müssen und deshalb statt HTML, Flash, Java oder Ajax halt Wordpress, Movable Type oder Typo3 ausprobieren. Auf die Inhalte kommts nicht an, nur aufs Basteln.
- Blogger sind Wortkünstler und Philosophen. Es merkt bloß keiner, dass ihr Geschreibsel Selbstzweck ist.
- Blogger sind unausgefüllte Teenies, denen das Bloggen der Ersatz fürs Kreischen beim Beatles-Konzert ist. (Mit diesem Vorurteil haben wir wohl aufgeräumt, aber das soll’s ja immer noch geben …)
- Blogger sind unverbesserliche Internet-Kapitalisten aus der Ära der Dotcom-Blase, die immer noch hoffen, rasch das schnelle Geld machen zu können.
- Blogger sind ganz normale Fachleute, die ihr Spezial-Wissen geldlich oder unentgeltlich (warum eigentlich hie ein d, aber da ein t?) mit anderen teilen
Sonst noch was? Da ich gerade (nach langer Zeit mal wieder) Scheibenwischer gesehen und dazu Sekt getrunken habe, ist wohl ein wenig rheinischer Frohsinn in den Beitrag eingebrochen … (als Gast meine persönliche Neuentdeckung im Kabarett: Claus von Wagner mit einer überzeugenden Erklärung dafür, warum “die Jugend von heute” sich nicht zu Protesten aufraffen kann).
Trotzdem will ich noch der Pflicht genüge tun und den einen oder anderen zitieren, der sich zu diesem immer gleichen, immer wieder neuen Thema seine Gedanken macht:
- Schwerin, Schwerin mit “Du bist Blog oder Lob der Leidenschaft“
- einige weitere Kategorien, eher Negativbeispiele, beschreibt Don Alphonoso unter dem Titel “Die 5 beliebten Methoden für Blog-Awareness“. Seine einfache These des wahren Bloggens: “Man schreibt, weil man es braucht und will.” Dem ist nichts hinzuzufügen.
- Authentizität und Persönlichkeit kann man auch und sogar als wichtige Akquise-Faktoren bezeichnen
- manch einer entwickelt, ausgehend von der Frage, ob sie zu lebenslänglichem Bloggen verurteilt sind, eine regelrechte Blog-Philosophie
Die Menschen, die mich immer wieder nach dem Sinn der Bloggerei befragen, macht dieser Beitrag bestimmt nicht klüger. Aber mich vielleicht ;-).
Nachtrag (21.2.07): Ach, ich vergaß, es ist ja seit einiger Zeit nicht mehr in, sich Blogger zu nennen oder gar darüber zu schreiben. Aber das ist ja auch nur wieder eine Regel, eine Sprachregel nämlich: man “schreibt ins Internet”. Ehrlich gesagt klingt mir das zu sehr nach “Was bin ich cool und den gewöhnlichen Bloggern überlegen”. Außerdem widerstrebt es meinem Sprachgefühl. Das Internet ist nun mal nichts, wo man reinschreiben kann. Viel zu abstrakt.
Ach, ist mir eigentlich egal. Zu Blog-Ablehnern oder Internet-fernen Menschen sage ich künftig einfach: “ich pflege meine Website” (klingt eher nach Haustier, und damit liege ich auch gar nicht so falsch, oder? Das Blog als Edel-Tamagochi).
29.
JUL
Henning hat gepfiffen: mein Stöckchen
Abgelegt unter Worte des Tages | Trackback
Ein Stöckchen ist eine Art Kennenlern-Kettenbrief für Blogger, der zur Zeit große Mode ist, weil alle so schrecklich neugierig drauf sind, wie die anderen so drauf sind. Wenn ich so recht darüber nachdenke, erinnert es mich ein wenig an die berühmte Big-Brother-Show (”Zieh dich aus, damit wir sehen, wer du bist!”), aber ich denke ja nicht darüber nach. Ich apportiere einfach. (Danke, Henning, fürs Zuwerfen!)
Du
Warum bloggst du?
Um mit wildfremden Menschen über Dinge zu streiten, die uns interessieren. Um meine Ideen, Gedanken, Meditationen, meine Fotos und meine Vorlieben schriftlich und bildlich gestalten zu können, und zwar ein- und demselben Platz: dem Schauplatz. Um über Gesellschaft, Politik, Bücher, Unsinn und Frohsinn ins Gespräch zu kommen. Um zu schreiben.
Seit wann bloggst du?
Seit dem 31.3.05 um 13.27 Uhr. Das war der erste zaghafte Versuch, damals auf 20six.de unter dem Namen Wortklauberin auf meinem Blog namens “Nordlicht im Süden”. Es gefiel mir eigentlich, aber nach wenigen Wochen änderte der Dienst seine Software, und man musste seine Beiträge anpassen und etliche formallayouterischen Dinge tun, zu denen ich absolut keine Lust hatte. Damit war erstmal die Luft raus, und ich dachte: Bloggen? Pah, ich kann auch ohne. (Übrigens: Das olle Blog von damals gibts noch! Ich habs grad wiedergefunden. Wird diskret versteckt, wie alle Jugendsünden großer Künstler ;-))
Selbstporträt
Dein Blog
Warum lesen deine Leser deinen Blog?
Mich interessiert eher, warum sie ihn nicht lesen ;-). Nun ja, ich will nicht meckern, es werden eigentlich täglich mehr. Jetzt muss ich sie nur noch zum Diskutieren bewegen. Schreibe ich nicht kontrovers genug? Meine treuen Leser kommen vielleicht, weil sie meinen Stil gut finden, ihnen meine Sprache gefällt, sie Themen und meine Fotos mögen? Ich weiß es nicht. Hallo, warum lest ihr eigentlich meinen Blog?
Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?
Killesberg Park Klang
Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Eigentlich alle ;-). Das gilt jedenfalls, wenn Aufmerksamkeit heißt, dass auch kommentiert wurde. Wirklich zu wenig beachtet wurde dieser fotolastige Beitrag: “Es gibt kein falsches Leben in der Natur.” Melancholische Abendfotos, die ich gemacht hatte, kurz nachdem Robert Gernhardt gestorben war. Am Tag nach der Vorstellung meines Blogs bei Robert Basics Aktion “Dein täglich Blog” erschien dieser Beitrag. Es gab aber ein Darstellungsproblem im Internet Explorer, und bis ich es repariert hatte, waren rund fünfzig Leser vergrault ;-(.
Die anderen Blogs
Dein aktueller Lieblings-Blog?
Delicious:days. Nicky und Oliver aus München begeistern mit tollen Fotos und charmant präsentierten Texten, in denen man irgendwo immer ein Rezept findet. Charmante Perfektionisten, Erst heute wieder brachten sie ein mouth-watering wonder. Das Blog (oder vielmehr: dieses Gesamtkunstwerk) hat mich zu einigen Aktivitäten inspiriert: Brioches backen und sie fotografieren, eine Foccaccia fabrizieren, und schließlich die Überlegung, wie ich es schaffen könnte, in einem einzigen Blog deutsche und englische Leser bei Laune zu halten. Ein paar Ideen habe ich schon, kann noch jemand was beisteuern?
Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
The Daily Mo. Weil sie gut schreibt, und weil sie für meine Lieblingszeitung schreibt. Hiermit outet sich eine deiner treuen Leserinnen, Mo!
Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?
Ungefähr 20, von denen ich ungefähr zehn regelmäßig lese.
An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
- an Jürgen Gisselbrecht, weil er gut schreibt, und damit er motiviert wird, häufiger zu schreiben. Er ist bekannt für sein Hörspielportal und seine Hör-Bar.
- an The Daily Mo, weil ich mehr über sie erfahren möchte
- an Joachim Ott, dessen Blog ich neulich über OpenBC entdeckt hab, weil mir seine Fotos und die leise, gepflegte Art seines Blogs gefallen.
- an Sylvia Hagenbach, weil ihre Kunst mehr Publikum verdient, und weil ich neugierig auf ihre Antworten bin
Ach ja, ihr meine Nachfolger: Wie’s geht, steht bei DonsTag hier, und hier steht, wie man sein Stöckchen nach dem Verfassen in Dons Tracking-Graphen (was es nicht alles gibt – aber hübsch!) einträgt. Ihr braucht dazu meine ID, sie lautet 1211221233. Viel Spaß!
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