Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
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2.
AUG

Fotografie-Stöckchen aufgefangen

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Au weia, jetzt hat die Stöckchen-Epidemie auch die Fotografie-Blog-Szene erreicht. Meine Stöckchen-Euphorie tendiert asymptotisch gegen null, trotzdem fange ich dieses spezielle auf: Nach meiner Erfahrung interessieren sich viele Besucher für die Fragen dieses Stöckchens, das Christopher Tanneberger von Linsenperspektive aufgeworfen hat und das mir von Joachim Ott zugeworfen wurde:

1. Mit welcher(n) Kamera(s) fotografierst / arbeitest du?

Eigentlich finde ich diese Frage irrelevant (nur das Ergebnis zählt), aber wenn ihr es unbedingt wissen wollt: Minolta X-700, Olympus E-1, Panasonic Lumix FX-07.

2. Welches Zubehör hast du dir für dein Hobby/Beruf zugelegt?

Olympus Zuiko 14-54 (28-108 KB), Zuiko Makro 50mm/2.0 (100mm KB) mit Zwischenring, Sigma 55-200 (110-400, dieses Ding muss dringend gegen etwas Besseres ausgetauscht werden). Olympus Blitz FL-40, Stativ Manfrotto 055 ProB mit Kugelkopf Manfrotto 468MG-RC-2 nebst diversem Kleinkram. Zur Zeit träume ich von der neuen E-510 (Bildstabilisator, Live-View, mehr PS) oder noch besser von der lange angekündigten, aber noch immer nicht verfügbaren E-1-Nachfolgerin. Und von einer lichtstarken Normal-Festbrennweite (z.B. 24 mm/1.4).

3. Seit wann bis du Hobby- oder Berufsfotograf?

Im Mai 2003 begann ich mit der fast komplett manuellen Minolta SRT 101 zu fotografieren und war ziemlich schnell süchtig nach dem neuen Medium. Erst mal Zeit und Blende verstehen, dann neu sehen lernen, das waren die großen Anfangshürden. Als die SRT begann, mich mit willkürzlich auftretendem Lichteinfall zu nerven, kam die X-700 hinzu, die schnell zu meiner ständigen Begleiterin wurde. Ich mag mich immer noch nicht von ihr trennen, obwohl ich bei meinem unermesslichen, teurem Filmverbrauch immer wieder neidisch auf meinen Liebsten schielte, der seine Digitalfotos immer gleich ansehen und im Zweifelsfall eine neue Aufnahme machen konnte.

Seit etwa einem Jahr interessiere ich mich verstärkt für gestalterische Fragen, Fotokunst, die Kunst des Sehens, die Bedeutung von Fotografie, versuche mir Motive nach meinem inneren Antrieb und abseits technischer Spielereien oder visueller Moden zu suchen. Ein schwieriger, aber spannender Weg.

4. Veröffentlichst du deine Bilder? Zeitung, Internet, Agentur, Ausstellung….

Bislang ist meine wichtigste Öffentlichkeit 1) meine Kollegen im Fotokurs und 2) das Internet. Ich diskutiere meine Bilder hier auf dem Schauplatz und zeige sie auf dem Foto-Schauplatz, in meiner Zenfolio-Galerie und die Highlights seit neuestem in meiner Mosaic-Galerie. Einen etwas ambitionierteren Testballon habe ich mit der Teilnahme am SPIEGEL-Fotoprojekt Designklicks gestartet. Eine Ausstellung könnte eventuell 2008 zustande kommen.

5. Hast du mit deinen Bildern schon einmal an einem Fotowettbewerb teilgenommen?

Irgendwie finde ich die Idee anrüchig und absurd, aber auch reizvoll ;-). Immer wieder vorgenommen, aber nie umgesetzt.

6. Nimmst du dir Zeit um bestimmte Themen / Techniken der Fotografie umzusetzen? z.B. Blaue Stunde, Panoramen, Aktfotografie…

Immer dann, wenn wir in der Fotogruppe fotografieren gehen, oder wenn sich ein Thema, eine Idee so hartnäckig in mir festsetzt, dass ich sie nicht mehr ignorieren kann.

Sind noch Fragen offen?

Ich gebe das Stöckchen weiter an alle, die wollen, speziell aber an Jürgen Stumpe, Hartmut Ulrich und Nico Pudimat. Ich erlaube mir außerdem noch eine Frage hinzuzufügen:

7. Was macht deinen innersten Antrieb zur Fotografie aus? Warum fotografierst du?

Ich möchte den Dingen auf den Grund kommen. Durchs Hinsehen und Erforschen der Welt möchte ich herausfinden, was ich wirklich sehen will. Und das dann darstellen. Fotografie ist für mich eine Ausdrucksform. Nicht die einzige, aber eine, die immer wichtiger wird.

17.
OKT

Jetzt gehts weiter: Eifler Impressionen

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Tja, trotz der im letzten Beitrag angestimmten Ode auf den Frust verirren sich offenbar noch einige Leute hierher. Beruhigend, dass ich euch nicht abschrecken konnte! Die Motivationskrise hat keinesfalls bis heute gedauert, aber ein Urlaub kam dazwischen, und so fand ich nicht mehr den Anschluss …

Was inzwischen geschehen ist? Ich war in der Eifel, zum ersten Mal in meinem Leben. Eine Gegend, die in meiner Umgebung, zumal in Süddeutschland, ziemlich unbekannt zu sein scheint. (Hier hat man die Schwäbische Alb, den Bodensee, den Schwarzwald und die Alpen, warum also gen Norden schweifen, denkt sich wohl der Schwabe an sich …) Mir selbst war die Eifel auch kein Begriff, bis ich per Zufall auf die Eifelkrimis von Jacques Berndorf stieß, wie ich hier ja mal berichtet hatte. Er schildert seine Heimat so liebevoll, ohne alle Kritiklosigkeit, und berichtet von so skurrilen “Ureinwohnern”, dass ich neugierig wurde.

Als ich mir eine Art Mini-Sabbatical zur Besinnung in der Natur gönnen wollte, erinnerte ich mich an diese Landschaft, “wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen”. Wie sich herausstellte, sagen sich dort eher Billigflieger und Biker gute Nacht – erstere kommen vom Hunsrück (Flughafen Hahn) aus über die Mosel geflogen, letztere brausen in Massen über die kurvigen Eifelstraßen, die vom Mythos des nahen Nürburgrings umweht sind.

Und wie ist es nun in der Eifel? Hügelig, grün, Mischwald und Felder, Felsen und Burgen, und die berühmten Maare in der Vulkaneifel. Was ein Maar ist, kann man in diesem Wikipedia-Artikel nachlesen und dort gleich die einschlägigen Fotos anschauen. Also wenn ihr mich fragt: Die Maare werden maarßlos überschätzt. Seen, nichts weiter. Zugegeben, tief. Zugegeben, ein wenig geheimnisvoll, am Ufer, auf halbem Weg zum Grund des Kraters, umweht einen manchmal eine mystische Stille.

Und was es sonst noch gab, wird demnächst in fotografischer Form zu sehen sein. Aber das dauert noch ein wenig, denn vorher sorge ich erstmal für noch mehr Fotomaterial: beim BingO, dem 12. Oly-e.de Usertreffen in Bingen am Rhein. Wieder mit einem Haufen Verrückter auf Motivjagd gehen und abends Wein schlürfen :-). Einige von denen waren ja auch bei den Schlosswelten dabei … mal sehen, ob ich noch ein paar Namen weiß!