Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.
6.
SEP
Interna: Work in Progress
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Ich schreibe an einem Artikel über Frischs “Mein Name sei Gantenbein” und einiges, was mein Hirn daraus zurechtgesponnen hat. Der Text ist so umfangreich, dass er erst morgen fertig wird. Unglaublich, wie anregend eine Zeitung und wirklich gute Literatur sein können. Warum, das steht morgen an dieser Stelle :-). Der geplante Artikel über Ameisen wird dann wohl eher was für lange Winterabende …
23.
JUL
Neue, alte und erneuerte Seiten rund ums Hören
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Das Thema “Hören” in allen möglichen Ausprägungen ist das Thema einiger Seiten, die ich heute kurz vorstellen möchte:
- Jürgen Gisselbrecht ist der Betreiber des Portals Hoerspiel.com, das seit 1997 besteht und einen großen Fundus an Informationen über das Hörspiel zusammengetragen hat. Seit Anfang Juli hat das Portal ein neues Gewand, das dem Besucher mehr fürs Auge bietet und mehr Möglichkeiten, sich zu beteiligen, die schon immer rege genutzt wurden: Ein Forum, einen Flohmarkt, eine komfortable Hör-Bar mit Up- und Downloadmöglichkeiten und einen noch jungen Blog. Ja, ich kenne den Betreiber dieser Seiten persönlich, und natürlich ist das auch ein bisschen Eigenwerbung, denn ich habe auf dem Hörblog gerade einen Beitrag übers Hören veröffentlicht.
Die Hoerspiel.com ist aber nicht einfach irgendeine Seite, sondern ein lange bekanntes, anerkanntes und fachlich fundiertes Portal zum Thema Hörspiel, was gerade in Zeiten, in denen kaum noch jemand den Unterschied zwischen Hörbuch und Hörspiel zu kennen scheint, umso notwendiger ist. Die Hoerspiel.com lädt so richtig zum Herumstöbern ein, und man erfährt vieles über Geschichte, verschiedene Genres und Technik des Hörspiels, inklusive Interviews mit Autoren und Regisseuren. - Max Nyffeler ist der Beckmesser, ein Portal für neue Musik und Musikkritik. Dort habe ich im Zuge der Recherchen zu meinem erwähnten Beitrag einen Text gefunden, der in eine etwas andere Richtung zielt und schon 2002 geschrieben wurde: “Neue Wege des Hörens: Gedankengänge zwischen Konzertsaal und Klangkunst”.
- Zahlreiche fachlich fundierte Beiträge auf akademischem Niveau bietet Frank Schätzlein auf seinem Portal zu Akustischen Medien. Er verfügt außerdem über eine umfangreiche Liste von Links, Bibliographien und Mailinglisten zum Thema.
- Die “Initiative (Stiftung) Hören” gründet sich auf eine Idee von Prof. Karl Karst (WDR/Schule des Hörens) von 2001. Entstanden ist ein Dachverband verschiedenster Vereinigungen, die mit dem Thema Hören zu tun haben, mit politischer Unterstützung durch die Bundesregierung. Er verfolgt das Ziel, die Bevölkerung gegenüber allen Facetten des Themas Hören zu sensibilieren. Auf der Website sind zum Beispiel Informationen über gemeinsame Projekte (etwa der “Deutsche Klangkunstpreis 2006″), Spiele für Kinder oder interessante Hör-Beiträge als pdf oder als Audiodatei abzurufen. Man könnte hier noch einiges für die Nutzerfreundlichkeit tun, zum Beispiel bei Ausschreibungen die Bewerbungsfrist gleich im Einleitungstext mit anzugeben, damit man nicht erst zig pdf-Dateien öffnen muss, um dann zu erfahren, dass die Frist schon im März abgelaufen ist. Oder die Bewerbungsunterlagen nach Fristablauf aus dem Netz nehmen. Bedauerlich auch, dass die Rundfunkseite auf den WDR beschränkt ist …
- Dann gibt es noch das Soundmuseum, wunderbar, was man mit Metager doch so alles findet: ein Projekt des Klangkünstlers Stefan Zintel aus Wuppertal. Laut Selbstaussage versteht sich sein Klangmuseum als “multimediale Enzyklopädie von Klang, Klangkunst und Musik. 168 Stunden in der Woche ist das Museum geöffnet! Das System unterstützt die Erfassung, Verwaltung, Recherche und Präsentation (Audiowiedergabe) von Digitalisierten Material. Der Name Soundmuseum soll keine Verengung des Blickes auf Akustik und Technik im musealen Kontext beinhalten, sondern ganz im Gegenteil wichtige Künstlerische Exponate, sowie vergängliche klangliche Gegebenheiten aus allen Ländern ausstellen.” Ob das jetzt ein Projekt mit Werken nur von ihm und nahestehenden Kollegen ist, wird mir nicht deutlich. Es gibt eine Login-Seite – aber für wen?
- Zum guten Schluss noch ein tolles Fundstück: Kultura extra, das Online-Magazin zu Kunst, Musik, Literatur, Theater, Celluloid, Compuart … In den einzelnen Rubriken sind, etwas lesefeindlich, einfach monatsweise geordnet alle Rezensionen untereinander gelistet, aber die Texte haben Hand und Fuß. Die Darstellung des Veranstaltungskalenders funktioniert leider im Firefox nicht richtig (sieht zumindest blöd aus …). Aber die Existenz dieses Portals, das gar nicht so klein ist, war bis jetzt völlig an mir vorbeigegangen. Da gibt es einiges aufzuarbeiten. Nicht speziell übers Hören natürlich, aber auch.
Und hier mache ich Schluss, denn irgendwann muss auch der hörende Mensch, hier in schreibender Funktion tätig, ins Bett und seinen Ohren, die das Summen des PC-Lüfters ja doch hören, eine Pause gönnen.
9.
JUL
Robert Gernhardt: Göttinger Elch tritt ab
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Er ist nun schon seit über einer Woche tot, und seit vorgestern begraben. Doch trage ich nicht nur Robert Gernhardt nach, dass er gestorben ist, sondern trage an dieser Stelle nach, was er mir bedeutet.
Für mich gab es zwei Erlebnisse mit Gernhardt, die sich mir eingeprägt haben: Als gebürtige Göttingerin war ich natürlich hocherfreut, als ich entdeckte, dass er in meiner Heimatstadt seine Schulausbildung beendet hatte und später auch mit dem denkwürdigen Göttinger Elch ausgezeichnet wurde. Bei der Verleihung 1999 (oder bei einer späteren Lesung, genau weiß ich es nicht mehr) erzählte er ausführlich davon, wie er die erste Zeit als Flüchtling in Göttingen erlebt hat, und ich konnte meinen damals noch virulenten Überdruss an meiner Heimatstadt langsam ad acta legen. Wenn es einige berühmte, von mir geschätzte Leute dort ausgehalten hatten (Lichtenberg, Gernhardt, Kempowski), warum dann nicht auch ich? Das war in der Zeit, bevor ich begriff, dass sie alle auch wieder gegangen waren – so wie später auch ich ;-).
Nachdem ich von seinem Tod gehört hatte, lauschte ich bei der Gelegenheit dann auch mal dem Literaturcafé-Podcast von der Frankfurter Buchmesse 2005, wurde aber herbe enttäuscht. Von Gernhardt. Er sprach nur langweiliges Zeug, und man kann es nicht einmal der Interviewerin in die Schuhe schieben. Nun ja, man kann ja nicht immer nur Witze absondern. Aber etwas mehr hätte ich mir schon erwartet.
Jedenfalls habe ich mir einige Werke von ihm bestellt – unglaublicherweise habe ich nichts von ihm im Regal! – und werde in der nächsten Zeit ein wenig auf seinen Spuren wandeln.
Zum Schluss noch ein paar wenige der zahlreichen bereits erschienenen Nachrufe auf Gernhardt:
- Stefan Behr in der EffEhr
- NDR-Kulturreport (anonym)
- Thomas Steinfeldt in der Süddeutschen
- Peter Henning in der ZEIT
- Rolf Dieckmann im Stern
- Andreas Öhler im Rheinischen Merkur
- Nadja Wick für die Kritische Ausgabe
- Ein kurzer akustischer Nachruf auf MDR Kultur mit einigen O-Tönen, die mit dem sinnigen Satz beginnen: “Auch ich war einmal makellos, woher rührt all mein Makel bloß?” (Recht bitter angesichts seiner Krebserkrankung, aber wie immer leichthin gesprochen …)
Schön ist jedenfalls, dass sein Nachlass in Marbach sein wird, also in meiner Nähe. Schade ist, dass von ihm nun keine weiteren Werke mehr kommen werden.
3.
JUN
Webmontag in Stuttgart: Verheißungsvoller Beginn
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Beim Webmontag in Stuttgart gab es endlich Gelegenheit, einige AutorInnen des Stuttgarts-Blog live zu sehen. Ab 19.00 Uhr traf man sich im Literaturhaus vorab zum Klönen, wobei man die natürliche Scheu vor Fleisch gewordenen digitalen Existenzen bei sich und den anderen verspürte. J. und ich hoben außerdem den Altersdurchschnitt ein klein wenig an …
Zum Ablauf haben schon andere ausreichend geschrieben, und hier gibts ebenfalls Fotos und Berichte. Daher von mir nur ein paar Stichworte:
- Am meisten interessierten mich der erste und der vorletzte Beitrag. Wolfgang Tischer vom Literaturcafé berichtete anregend von Entstehung, Konzept und Erfolgsgeschichte seines Projekts. (Seinen Vortrag als pdf und zum Anhören gibts übrigens hier.) Ich muss sagen, dass ich die Seite schon ein paarmal besucht hatte und sie vom Design her eher abschreckend fand. Ich fand sie visuell überladen. Eigentlich geht es mir immer noch so. Aber nach dem Vortrag habe ich mich mal genauer auf der Seite umgeschaut und bin sehr angetan. Für mich eine gelungene Mischung aus Aufmuntern zum Mitmachen, was offensichtlich gern angenommen wird, und sanfter, aber bestimmter Hilfestellung. Und dann natürlich der Podcast: Die letzte Folge gleich heruntergeladen und auf der Fahrt zur Arbeit in der S-Bahn angehört. Gut gemacht, finde ich. Wiederum die richtige Mischung aus informiertem Plauderstündchen, Information und Literatur.
- Aside: Sehr verdienstvoll übrigens, sich die Normseite mal vorgenommen zu haben. Aus meiner Zeit als Übersetzerin weiß ich dieses Instrument zu schätzen und könnte Bände über ihre mehr oder weniger subtile Bekämpfung durch viele Verlage sprechen … [(Interessierte finden bei den Literaturübersetzern eine kleine Argumentationshilfe.)]
- Kurz: eine ganz wichtige, informative, spannende und auch ein wenig “anheimelnde” Seite für Leseratten und Schreibfüchse.
- Tobias Günther erzählte über Ajax einiges Interessantes, mir noch Unbekanntes, und ich wurde in meiner Begeisterung über diese Technik bestärkt, auf der ja auch meine Fotogalerie beruht. Man kann die Alben und auch die Fotos als Admin innerhalb der Alben einfach per Drag und Drop sortieren, was sich ausgesprochen gut anfühlt und schick aussieht.
Dort gibt es übrigens auch meine Fotos von der Veranstaltung zu sehen:
[zp]webmontag[/zp] - Margit Locher von Pons erzählte von ihrem geplanten “Ponscast“, einer regelmäßigen Audiokolumne, die ein Engländer namens Michael Jackson für sie schreiben/sprechen wird, natürlich auf Englisch, Kommentare erwünscht. Entgegen anderen Kollegen vom Stuttgart-Blog (ottz und Thorsten Ulmer etwa) fand ich die Idee klasse, aber vielleicht war mir auch nur der so wunderbar Englisch aussehende Birminghamer Jung’ sympathisch, und ich als alte Anglophilin finde sowas ja fast immer toll ;-). Also, Familie Pons: Sagt mir unbedingt Bescheid, sobald’s losgeht!
- Ralf Schmid erzählte mit Händen und Füßen sehr sympathisch vom Stuttgart-Blog, was mich gleich noch mehr als zuvor für das erst kürzlich entdeckte Projekt erwärmte.
- Ach ja, und dann war da noch der Vortrag von Marc Beyerlin über Ruby on Rails, eine Programmiersprache. Der “so wenig nerdig wie möglich” gemeinte Vortrag war nerdig genug, um mir ab und zu ein hysterisches Auflachen zu entlocken, aber erstaunlicherweise dafür, dass ich kaum mehr als Bahnhof verstand, ungemein kurzweilig.
Das waren schon mehr als nur Stichworte. Zum Abschluss traf man sich noch im Vinum zum Absacker, aber leider entdeckte ich erst am Schluss, als wir schon gehen wollten, dass einige vom Stuttgart-Blog noch da waren. Schade. Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Bekomme ich dann auch ein paar von den sagenumwobenen Aufklebern?
Update am 23.6.
Aktuelle Termine des Webmontags in Stuttgart nebst Programm ist zu finden im Wiki zum Webmontag, wo man auch nachlesen kann, wer kommt und was sie machen, sich selbst eintragen kann und so weiter. Der nächste Termin ist am 31.7. ab 19 Uhr im Literaturhaus.
11.
MAI
Bloggen in Stuttgart, Kempowski in Nartum und Berndorf in der Eifel
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In letzter Zeit blogge und kommentiere ich öfters im Stuttgart-Blog und mache damit meinem eigenen Schauplatz Konkurrenz. Aber hier muss die LeserInnenschaft noch ein wenig wachsen. In letzter Zeit tut sie es ja auch, schüchtern noch, aber sie wächst – willkommen allerseits!
Seit einiger Zeit lese ich mit Jürgen um die Wette. Das ergibt sich so aus dem Zusammenleben … Zunächst waren es Kempowskis Bände der “Deutschen Chronik”, die wir uns gegenseitig aus den Händen rissen, umrahmt von DVDs der alten Verfilmungen “Tadellöser & Wolff” und “Uns geht’s ja noch gold” auf der einen und der Hempel’schen Biographie auf der anderen Seite. Die Bücher beeindruckten uns zutiefst, bedrückten uns teilweise auch, und verknüpften sich aufs Schönste mit der ersten Staffel von Edgar Reitz’ “Heimat”-Serie aus den 1980er Jahren, die wir Monate zuvor auf DVD gesehen hatten. (Wir sparen immer noch auf “Heimat 2″ ;-(.)

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- Fotoalbum: Schreiben Schreiben in ein Gästebuch oder ein Blog ist manchmal wirklich nciht leicht. Aber wer ein wenig...
- Claudia: @nord67: sehr löblich
@R. Kneschke: nein - hab mal angeschaut, aber nichts bestellt. kann mir nichts... - R. Kneschke: Hast Du das mit dem Müsli-Versand über das Internet schon mal ausprobiert?
- Manfred: … nur eine kleine Anmerkung: Sammatz liegt (fast) am Ende der Welt, jedenfalls von Süden aus gesehen....
- nord67: Bin zwar nicht so ein Müsliesser, aber wenn, stelle ich es mir auch selbst zusammen. Danke für den Tipp mit...
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