Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
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6.
JAN

Photographie- und Photoblog-Autoren erschießen sich

Abgelegt unter Schauen | Trackback

Brian Auer und Martin Gommel haben mal wieder ein Fotoprojekt ins Leben gerufen:

Erschieß DichShoot Yourself!

Ja, so eine Bitte hört man nicht alle Tage. Obwohl die Aktion weniger gewalttätig ist, als es scheint, habe ich ein Weilchen gebraucht, um mich zur Teilnahme durchzuringen. Genauer gesagt, ist die Deadline in zwei Stunden vorbei.

Die Idee ist gut: Endlich mal die Gesichter hinter all den spannenden Fotografieblogs sichtbar machen, sich mal vor die Kamera stellen statt immer dahinter, und zwar mit der Kamera. Heraus kommt eine Sammlung von Fotografenfotos, und hinter jedem Selbstporträt steckt ein Blog über Fotografie oder ein Fotoblog, eine Communityseite, die euch noch in der Sammlung gefehlt hat. Veröffentlicht wird das Ganze am 9. Januar auf Brians Blog. Wer noch mitmachen will, wie gesagt: bis heute 24 Uhr geht das. Vielleicht sogar noch länger, da Brians Heimatstadt San Diego uns neun Stunden hinterherhinkt ;-). (Wer teilnehmen will, lese die Projektbeschreibung, die sich hinter den beiden Links oben verbirgt.)

Zum Sinn der ganzen Aktion zitiere ich Brian:

The reason we’ve chosen to go with the “self-portrait” aspect is because we often remain hidden behind our blogs, galleries, or Flickr accounts. People associate us with a photo, a logo, or a writing style rather than a face. This is a chance to show yourself to your onlookers, and to show them that you’re very much human just like everybody else. We want you to include your camera in the photo to show that we’re all photographers and we all use different tools to create our images. It’s also a chance for you to get creative with your camera and do something you normally wouldn’t do.

Aus diesem Anlass habe ich mein Autorenfoto auf dem Schauplatz etwas aufgefrischt. Und nun … taraa:

Die Fotografin und Blogautorin enthüllt sich selbst!

Claudia Brusdeylins

Update: Die Aktion ist beendet und die Bilder von “66 Gesichtern der Fotografie” wurden bei Martin und Brian veröffentlicht. Ein wunderbares Panoptikum von witzigen und nachdenklichen, weniger witzigen und “normalen” Fotos ist entstanden. Das Tollste daran ist, dass es uns, die daran teilgenommen haben, miteinander verbindet. Ich habe meine Lieblingsauswahl der Porträts auf Keen Eye veröffentlicht, da viele englischsprachige Fotografen daran beteiligt sind.

2.
AUG

Fotografie-Stöckchen aufgefangen

Abgelegt unter Schauen, Worte des Tages | Trackback

Au weia, jetzt hat die Stöckchen-Epidemie auch die Fotografie-Blog-Szene erreicht. Meine Stöckchen-Euphorie tendiert asymptotisch gegen null, trotzdem fange ich dieses spezielle auf: Nach meiner Erfahrung interessieren sich viele Besucher für die Fragen dieses Stöckchens, das Christopher Tanneberger von Linsenperspektive aufgeworfen hat und das mir von Joachim Ott zugeworfen wurde:

1. Mit welcher(n) Kamera(s) fotografierst / arbeitest du?

Eigentlich finde ich diese Frage irrelevant (nur das Ergebnis zählt), aber wenn ihr es unbedingt wissen wollt: Minolta X-700, Olympus E-1, Panasonic Lumix FX-07.

2. Welches Zubehör hast du dir für dein Hobby/Beruf zugelegt?

Olympus Zuiko 14-54 (28-108 KB), Zuiko Makro 50mm/2.0 (100mm KB) mit Zwischenring, Sigma 55-200 (110-400, dieses Ding muss dringend gegen etwas Besseres ausgetauscht werden). Olympus Blitz FL-40, Stativ Manfrotto 055 ProB mit Kugelkopf Manfrotto 468MG-RC-2 nebst diversem Kleinkram. Zur Zeit träume ich von der neuen E-510 (Bildstabilisator, Live-View, mehr PS) oder noch besser von der lange angekündigten, aber noch immer nicht verfügbaren E-1-Nachfolgerin. Und von einer lichtstarken Normal-Festbrennweite (z.B. 24 mm/1.4).

3. Seit wann bis du Hobby- oder Berufsfotograf?

Im Mai 2003 begann ich mit der fast komplett manuellen Minolta SRT 101 zu fotografieren und war ziemlich schnell süchtig nach dem neuen Medium. Erst mal Zeit und Blende verstehen, dann neu sehen lernen, das waren die großen Anfangshürden. Als die SRT begann, mich mit willkürzlich auftretendem Lichteinfall zu nerven, kam die X-700 hinzu, die schnell zu meiner ständigen Begleiterin wurde. Ich mag mich immer noch nicht von ihr trennen, obwohl ich bei meinem unermesslichen, teurem Filmverbrauch immer wieder neidisch auf meinen Liebsten schielte, der seine Digitalfotos immer gleich ansehen und im Zweifelsfall eine neue Aufnahme machen konnte.

Seit etwa einem Jahr interessiere ich mich verstärkt für gestalterische Fragen, Fotokunst, die Kunst des Sehens, die Bedeutung von Fotografie, versuche mir Motive nach meinem inneren Antrieb und abseits technischer Spielereien oder visueller Moden zu suchen. Ein schwieriger, aber spannender Weg.

4. Veröffentlichst du deine Bilder? Zeitung, Internet, Agentur, Ausstellung….

Bislang ist meine wichtigste Öffentlichkeit 1) meine Kollegen im Fotokurs und 2) das Internet. Ich diskutiere meine Bilder hier auf dem Schauplatz und zeige sie auf dem Foto-Schauplatz, in meiner Zenfolio-Galerie und die Highlights seit neuestem in meiner Mosaic-Galerie. Einen etwas ambitionierteren Testballon habe ich mit der Teilnahme am SPIEGEL-Fotoprojekt Designklicks gestartet. Eine Ausstellung könnte eventuell 2008 zustande kommen.

5. Hast du mit deinen Bildern schon einmal an einem Fotowettbewerb teilgenommen?

Irgendwie finde ich die Idee anrüchig und absurd, aber auch reizvoll ;-). Immer wieder vorgenommen, aber nie umgesetzt.

6. Nimmst du dir Zeit um bestimmte Themen / Techniken der Fotografie umzusetzen? z.B. Blaue Stunde, Panoramen, Aktfotografie…

Immer dann, wenn wir in der Fotogruppe fotografieren gehen, oder wenn sich ein Thema, eine Idee so hartnäckig in mir festsetzt, dass ich sie nicht mehr ignorieren kann.

Sind noch Fragen offen?

Ich gebe das Stöckchen weiter an alle, die wollen, speziell aber an Jürgen Stumpe, Hartmut Ulrich und Nico Pudimat. Ich erlaube mir außerdem noch eine Frage hinzuzufügen:

7. Was macht deinen innersten Antrieb zur Fotografie aus? Warum fotografierst du?

Ich möchte den Dingen auf den Grund kommen. Durchs Hinsehen und Erforschen der Welt möchte ich herausfinden, was ich wirklich sehen will. Und das dann darstellen. Fotografie ist für mich eine Ausdrucksform. Nicht die einzige, aber eine, die immer wichtiger wird.