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31.
OKT
Straßenfotografie: Wie geht das?
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Ganz einfach, könnte man meinen: Raus auf die Straße, und los. Ganz so einfach ist es aber nicht. Mir stellen sich dabei zwei Herausforderungen: eine psychologische und eine technische.

Straßenfotografie wörtlich genommen
Die psychologische Herausforderung: Meine (natürliche) Scheu davor, den Menschen zu nahe zu kommen, mich aufzudrängen, sie durch mein Fotografieren zu belästigen. Diese Scheu lässt sich wohl nur durch Übung und noch mehr Übung überwinden. Zudem muss es Wege geben, Menschen zu fotografieren, ohne sie zu belästigen.
Die technische gestalterische Herausforderung: Wie fotografiere ich überhaupt, wann sind Straßenfotografien “gut”, wie mache ich mich unsichtbar? In einem kleinen Video über den Fotografen Joel Meyerowitz führt dieser seine Methode vor und empfiehlt:
- an Straßenecken warten, auf Menschenansammlungen achten, Interaktionen und Gesten beobachten
- spontan sein, immer wach, auf Unvorhersehbares gefasst sein und reagieren
- sich unsichtbar machen: durch selbstbewusste Körpersprache den Menschen signalisieren, dass sie ihm vertrauen können, dass sie sich verhalten können, als sei er gar nicht da
- unpassende Elemente kombinieren
- das Fotografierte durch den Rahmen der Fotografie aus dem Alltag herausheben
Er fotografiert schon seit 40 Jahren auf den Straßen von New York, aber irgendwie will mir die Übertragbarkeit seiner Methode – er hüpft herum, fotografiert im Vorbeischweben, die Menschen reagieren tatsächlich kaum auf ihn – auf den Ludwigsburger Marktplatz oder auch die Innenstadt von Stuttgart nicht recht einleuchten. Doch ich bin gewillt, es auszuprobieren. In Straßburg werde ich mich in den nächsten Tagen darin üben können.
Die rechtlichen Skrupel, die heute viele haben, kommen hinzu. Auf die rechtliche Seite möchte ich aber nicht eingehen, da haben sich schon einige Kollegen geäußert, so etwa Peter Feldhaus vom Sonic Blog, Tim vom Fotonews-Blog, Martin vom Public Eye Blog. Das Thema wird immer wieder in Foren und Blogs thematisiert, sicherlich auch weil es da nicht nur bei Amateuren eine große Unsicherheit gibt.
Literatur zum Thema scheint es kaum zu geben. Einige wenige Bildbände und sonst überwiegend historisch ausgerichtete Werke wie die neue Geschichte der Straßenfotografie von Clive Scott (”Street Photography. From Atget to Cartier-Bresson”, London 2007, bei Lindemanns bestellen) – das ist alles, was man findet. Keinerlei lehrbuchartige Werke, die sich speziell mit Straßenfotografie beschäftigen. Das Thema scheint sich für Patentrezepte nicht zu eignen.
Kennt jemand ein empfehlenswertes Buch zum Thema? Und wie geht ihr bei der Straßenfotografie vor? Habt ihr eine “Methode”, oder läuft alles spontan?
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- Claudia: Danke allerseits - bin natürlich schon lange wieder da :-(. Der Herbsteinbruch hat bei mir aber gradewegs...
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