Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.

12.
JUN

Was machen eigentlich … meine Nachbarn?

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Während der Regen draußen passend zur deutschen EM-Niederlage gegen Kroatien heftig vom dunklen Himmel rauscht, schaue ich mal, was meine Nachbarn in der letzten Zeit so gemacht haben:

  • Steffens Wettbewerb auf Lens-Flare.de mit dem interessanten und beliebten Thema “Verlassenes” ist abgeschlossen, die Gewinner sind hier, die Plätze 4-10 hier dokumentiert. Ich hätte ja Platz 2 und Platz 7 auf die ersten Plätze gewählt … nun ja. Das Gewinnerbild ist gar nicht mein Geschmack, aber dass es Martin Gommel gefällt, wundert mich überhaupt nicht :-). Immerhin lernt man ein paar schöne Fotoblogs kennen. Mal gespannt, wer noch auf Platz 11-20 auftaucht …
  • Bildwerk 3 gräbt immer wieder spannende Fotografen aus, führt gute Interviews und ist auch sonst eine Augenweide. Besonders gut gefielen mir in letzter Zeit die sehr unterschiedlichen Interviews mit Eberhard Schuy (Online-Fotografie-Kurse als eine Art virtuelle Papierbildauflage), mit der “Fotografenflüsterin” Dr. Martina Mettmer (deren Fotofeinkost lesenwert ist, siehe Blogroll) und mit Felix Rachor (dem Fotografen, der weiß, was er will - und auch danach handelt). Danke und weiter so!
  • Stefan Bucher hat in einer autodidaktischen Fotoklasse interessante Einsichten in die Porträtfotografie gewonnen. Den Augenblicken Zeit lassen sollen wir. Das stimmt. Für deinen Beitrag “latente Bilder” lasse ich auch mal wieder ein Foto von mir springen, Stefan:

    Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh ...
    Viehscheid in Obermaiselstein 2007

  • Und was macht der BasicThinking-Ableger Ansichtssache, der Fotografie-Blog mit dem schönen Namen? In den letzten zwei Monaten sind ganze fünf Beiträge zusammengekommen, von denen jeder einzelne nur aus Links besteht. Die davor im Grunde auch. Schade, auch Anschubhilfe von einem Großen konnte nicht verhindern, dass eine gute Idee im Sande verläuft.
  • Unterdessen weist der Chronist darauf hin, dass Leo Fritz Gruber am 7. Juni seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Wer das ist? Der Begründer der Photokina. Eine Ausstellung über die Freundschaft zwischen Man Ray und Leo Fritz Gruber läuft zur Zeit in Köln.

Länger soll die Rundschau auch gar nicht werden, sonst wird die Nacht wieder zu kurz.

29.
MRZ

Bin noch da! Andere nicht, und: Adobe Photoshop Express

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[german]Manchmal erlaubt das Leben einfach nicht, dass der Blog gepflegt wird. Dann gibt es eine Pause. Einen gewissen Anteil daran hatte zugegebenermaßen der “Post 404” bei fotografr.de, der letzte, den 8mt hat sein Blog geschlossen. Die Mitteilung lässt mich immer noch in einer Art Schockstarre verharren … Dem Vernehmen nach feilt er zur Zeit am Image einer nicht genannten Firma in Dubai. Klingt spannend, lässt uns Fotografie-Blogger hier aber ein wenig einsam zurück, denn wir haben 8mts Fotografie, seine wunderbare Schreibe (auch die zuletzt immer esoterischer werdende) und seine naturkundlichen Reiseberichte sehr geschätzt. Schnief!

Mehr als ein netter Zeitvertreib: Adobe Photoshop Express beta

Wer die Trauer über diesen Verlust wie ich verdrängen muss und sich zugleich die Wartezeit auf neue Posts von unsereins vertreiben will, kann sich derweil mit der beta von Adobe Photoshop Express vergnügen. Die Online-Bildbearbeitung ist etwas anders ausgefallen, als ich erwartet hatte: keine Photoshop-ähnliche Anwendung, leicht abgespeckt für die Internet-Nutzung, sondern eine schnelle, gar nicht mal so schmutzige, äußerst intuitive Bildbearbeitung. Eine Ebenenbearbeitung oder ähnliche ausgefeilte Funktionen wie im großen Bruder Photoshop darf man natürlich nicht erwarten. Mein erster kurzer Test ist trotzdem durchaus positiv ausgefallen: die Seite kommt im sich langsam durchsetzenden Lightroom-ähnlichen Dunkel-Design daher, ist schön aufgeräumt, und die Bildbearbeitungsfunktionen gefallen durch schnelle Ergebnisse. Besonders schön eine Reihe von kleinen Vorschauen über dem Foto, die in etwa den Presets in Lightroom entsprechen (Veränderungen sind per Mouseover vorab zu überprüfen).

Adobe Photoshop Express beta Screenshot
Screenshot von Adobe Photoshop Express (zum Vergrößern klicken)

Man kann sich an den Testfotos vergnügen (abspeichern natürlich nicht möglich) oder einen kostenlosen Account eröffnen und bis zu 2 GB Bilder hochladen, bearbeiten und anderen präsentieren. Photoshop Express ist also nicht nur eine Online-Bildbearbeitung für Grafik-Muffel und die schnelle Unterwegs-Bearbeitung, sondern auch noch eine Photo-Hosting-Site mit Community-Funktionen. Es hat zwar mit der Desktop-Anwendung Photoshop praktisch nichts zu tun, aber trotzdem: nicht schlecht, Adobe!

Achtung, Probleme mit den Bildrechten!

Wie man allenthalben liest, findet sich in den AGB der Seite ein Passus, nach dem man praktisch alle Rechte an den selbst hochgeladenen Bildern abgibt in einem Ausmaß, wie das z.B. in Deutschland niemals möglich wäre. Inzwischen hat Adobe jedoch reumütig bekundet, den Passus überarbeiten zu wollen. (Siehe Martins Bericht zum Thema.) Vorerst werde ich aber keine Bilder hochladen.

Schauplatz vergibt (für die Anwendung, nicht die Rechtelage):

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[/german]
[english]Sometimes, life simply doesn’t allow one to look after one’s blog. Then there’s a break. Cause for this has been, partly, “post 404” at fotografr.de, the last one, for 8mt has shut down his blog. This news still has me locked in a kind of shock … As far as one gathers, he spends his time polishing up the image of an unknown company in Dubai. Sounds exciting, but it leaves us photography bloggers somewhat lonely here, since we used to like 8mt’s photography, his wonderful writing (even if it grew more and more esoteric these last weeks) and his nature studies and travel reports very much. sniff, sniff …!

More than a fun pastime: Adobe Photoshop Express beta

If you want to pass your time whilst waiting for new Schauplatz posts, you may check out the new Adobe Photoshop Express beta. The online image-editing software has turned out a bit different than I had expected: rather than a Photoshop-like application slightly downgraded for online use, it is now a quick and not really dirty, very intuitive image processing tool. Of course one shouldn’t expect a full-scale graphics application with layers or other sophisticated processing tools. Still, a first short test left me positively impressed: the pages come in the new quasi-standard dark, Lightroom-like design, show a clean look, and it’t easy to get good results by using the intuitive image-processing tools. I particularly like the little row of previews above the photo being edited, which, similar to the Lightroom editing presets, give mouse-over previews of different settings.

Adobe Photoshop Express beta Screenshot
Screenshot of Adobe Photoshop Express (klick to enlarge)

You can try your hand at the test images (saving not possible of course) or open a free account and upload up to 2 GB worth of images, process them and share them with others. Photoshop Express is not only a web-based picture-editing tool for graphics dummies and quick, mobile photo processing but also a photo hosting site with community elements. It doesn’t have anything to to with Photoshop, the desktop application, but still: not bad, Adobe!

Beware: Adobe grabs your image copyrights!

Unfortunately, the Adobe Terms of Service contain a passage whereby you grant Adobe worldwide practically all copyright and usage rights, the right to sell and make revenue of your images, etc (see paragraph 8). This usage seems to be granted to an extent which would never be legal in Germany (maybe in other countries neither). Meanwhile, Adobe seems to have announced to review the passage in question and correct any misunderstandings.

Schauplatz thinks, this (the service, not the photo hosting rights issue) is worth

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[/english]

16.
FEB

Manche schimpfen auf Stöckchen – und antworten doch: Martins Fotografie-Blog-Parade

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(In letzter Zeit neige ich zu überlangen Titeln. Was sagt uns das? Nix.)

Martin Gommel schart mal wieder die deutschsprachige Foto(grafie)-Blogosphäre um sich und fragt:

Deutsche Fotografie-Blogs – wo sind sie denn?

Hier sind wir, und du kennst uns doch längst, möchte man rufen, und mancher kann sich eine ironische Bemerkung nicht verkneifen. Antwortet aber doch, hihi.

Ich dagegen mache es ganz dialektisch: Ich schildere die Embryonaldebatte um das Für und Wider von Stöckchen, und wie man damit praktischerweise Reichweite scheffelt, und antworte dann ebenfalls. Toll was? Ganz im Ernst, ich hege Stöckchen gegenüber so eine Art Hassliebe: Sie führen uns in Versuchung (let’s face it: Jeder möchte sich gern vorstellen und mehr Besucher gewinnen, denn warum würden wir sonst bloggen?), und gleichzeitig finden wir es cool, sie uncool zu finden.

Echte Asketen wie Tim antworten erst gar nicht – aber bei Tim ahnen wir den wahren Grund: Er ist mit dem Relaunch seiner Fotonews beschäftigt, die auch schon super cool aussehen, d.h. sie heißen jetzt gar nicht mehr Fotonews. Dafür aber gibt es jetzt massenhaft Content auf der Startseite, denn das neue Layout ist im Magazinstil gehalten. Auch dazu (Magazin-Templates) hege ich eine Art Hassliebe (damit hab ichs heute), denn einerseits sehen sie oft, auch in diesem Fall, wirklich super aus, andererseits fühle ich mich von dem ganzen Angeteasertwerden geradezu überfahren, überwältigt, reizüberflutet.

Was soll ich sagen: Beim neuen Fotografie-Blog scheint es ein Mittelweg zu sein, also herzlichen Glückwunsch zum neuen Design, Tim! Mensch, jetzt schreibst du in diesen Minuten auch noch ausgerechnet über Magazin-Themes und listest mehr Nachteile als Vorteile deines aktuellen Designs auf ;-). Wohl auch eine Art Hassliebe, was? (Glaub nicht, dass ich darüber für den Schauplatz noch nicht nachgedacht habe. Aber ich bin keine Journalistin sondern bloß eine kleine Freizeitbloggerin, darum bleibe ich bei meinem fehlerbehafteten Handstrickverfahren …)

Ich schweife ab. Hier meine Antworten auf Martins Suchanfragen nach Fotografie-Blogs:

  • Wie lange schreibst Du schon über Fotografie?

Bloggen tu ich seit 1.2.2006, der erste Beitrag in meiner Kategorie “Schauen”, die zu meiner Fotografie-Kategorie geworden ist und mittlerweile mit Abstand am häufigsten bedient wird, erschien am … 3.2.2006. War aber kein wirklicher Fotografie-Beitrag, das hat sich erst im Lauf der Zeit herauskristallisiert.

  • Über welche Themen der Fotografie schreibst Du am liebsten?

Mein großes Anliegen ist das langsame Fotografieren. aber nicht zu langsam, Mittel- oder gar Großformat is nicht drin bislang. Die Themen Gestaltung, Fotografie “an sich” (meine Güte …), Emotionen in der Fotografie (kommt bald) interessieren mich besonders. Ansonsten schreibe ich über meine Fotogruppe “Kunst des Sehens” (ihr könnts wohl schon bald nicht mehr hören lesen), über Ausstellungen, die mich inspirieren, über Fotozeitschriften und Internet-Fotogalerien. Ganz hinten kommt die Technik, die von andern zur Genüge abgedeckt wird.

  • Wieviele Artikel veröffentlichst Du pro Woche?

Ein bis zwei, wenn ich gut drauf bin. Begrenzende Faktoren sind mein Brotberuf, die tägliche Fahrtzeit und die Tatsache, dass ich auch mal schlafen muss und auch mal wieder raus zum Fotografieren.

  • Bist Du selbst Hobby- oder Berufsfotograf?

Siehe letzte Frage. Ich fotografiere erst, seit mein Freund mir vor fünf Jahren seine Minolta SRT 101 in die Hand gedrückt hat. Seitdem bin ich infiziert. Berufliche Ambitionen habe ich derzeit nicht, aber man weiß ja nie: Es soll auch noch andere Spätzünder geben :-).

  • Welchen Artikel würdest Du als Deinen beliebtesten einschätzen?

Eindeutig meine Linktipps zu Adobe Lightroom. Hier scheint eine echte Angebotslücke zu herrschen (deutschsprachige Infos zu Lightroom), deren ich mich auch bald mal annehmen werde.

  • Welchen deutschen Fotografieblog würdest Du (außer Deinem eigenen) empfehlen?

Preisfrage. Ich nenne einfach mal meine regelmäßig gelesenen Fotografie-Blogs:

  • fotografr.de: 8mt schreibt so erfrischend flott und ironisch und hat so schöne Fotos und Geschichten aus der Natur zu bieten, dass man einfach nicht an ihm vorbeikommt.
  • Fotografie-Blog (ehemals Fotonews): Wissenswertes und Spannendes über Fotografie und Fotojournalismus findet man bei Tim.
  • Die Welt der Photographie: Adrian Ahlhaus verlangt seinen Besuchern Ausdauer beim Lesen ab, dafür belohnt er uns mit fundierten Überlegungen zur Technikentwicklung, zu Licht und Gestaltung, zur Philosophie möchte ich fast sagen.
  • Bildwerk 3: Auch an diesem “Online-Magazin für Fotografie und Fotografen” kommt man nicht vorbei: Marko Radloff und Kristina Schade kennen sich in der Agenturszene aus und haben häufig spannende Interviews mit Fotografen zu bieten.
  • So gesehen: Stefan Bucher aus Zürich hat ebenfalls etwas zu sagen, besonders in seinen Fotos stöbere ich gern herum
  • Nachbelichtet: Markus Dollinger erfreut unter der Kategorie “Fotografie und EBV” oft mit beißender Ironie
  • Weitere Empfehlungen findet ihr rechts in der Sidebar unter “Meine Nachbarn”

Also, Martin, reicht dir das? Allein mit diesen deutschsprachigen Fotografieblogs kann man sich schon lange genug vom Fotografieren abhalten!

8.
JAN

Neuer Fotografie-Blog kurz vor dem Start: Ansichtssache

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Themenblogs über Autos, Frauen, Katzen und Kameras
(was braucht der Mann von heute mehr?)

Es tut sich was im deutschsprachigen Bloggerwald: Der unermüdliche Robert Basic baut an. Sein überaus erfolgreicher Basic Thinking Blog bekommt vier neue Wohnungen: eine für Autos (Autor Alex aus Bielefeld, finde leider keine bisherige Website), eine für Frauen (Nimue), eine für Katzen (Eli) und eine für Fotografen (gleich!). Bedingungen: Der Autor bekommt eine Subdomain von Basicthinking und Roberts Beistand, Gastbeiträge und Menschlichkeit, dafür gibt er 30 % der evtl. anfallenden Einnahmen ab, schreibt mindestens 20 Posts im Monat und spendet all sein Herzblut.

An dieser Aktion erkennt man mal wieder Roberts unglaubliche Energie und Offenheit. Die Mieter der BasicThinking-Wohnungen nebst ihrer Besucher, Freunde und Untermieter können sich auf spannende Entwicklungen freuen.

Fotografieblog über Equipment, Bildbearbeitung und Bildästhetik

Besonders spannend für unsereins ist natürlich der geplante Fotografieblog; ich poliere schon mal das Objektiv und lege die Speicherkarte bereit. Mit “Ansichtssache” ist auch ein griffiger Name gefunden (aber gibt es das nicht schon mal irgendwo?). Einen Vorgeschmack vom Inhalt gibt es bereits unter ansichtssache.basicthinking.de zu besichtigen (Rechtschreibkorrektur nicht vergessen!).

Die beiden Autoren sind “Béla Beier, 27 Jahre alt, Onlinejournalismus-Student, Minolta-jünger und ehemaliger Mitarbeiter des Magazins PHOTOGRAPHIE [das ist die Zeitschrift mit den "wahnsinnig raffinierten und künstlerischen Aktfotos auf der Titelseite"]“. Bélas privater Blog gibt ist der Zeitlupenbaer. Sein Co-Autor ist der 18-jährige Berliner Schüler Felix Xiel, der wohl eher aus der Entertainment-Ecke kommt, falls man mit 18 schon aus irgendeiner Ecke kommen kann (correct me if I’m wrong, Felix).

Als Minolta-Jünger ist mir Béla schon mal sympathisch, habe ich doch an einer SRT-101 und einer X-700 fotografieren gelernt. Das Magazin-Layout, das er für das neue Projekt ausgesucht hat, gefällt mir gut, und ein paar Gedanken zur Struktur hat er sich offensichtlich auch schon gemacht. Man darf gespannt sein.

Neben einer “Kamera-Top-Liste” und “väterlichem Rat von Robert Basic” gibt es laut Béla folgende Schwerpunkte, wie er in einem Kommentar bei Robert schreibt:

Ein Thema wäre natürlich Equipment, mit dem Gedanken an einen Leser, der KEIN Milliardär ist. DIY, kleine Hersteller und der unterschied zwischen sinnvollem und sinnlosem Equipment wäre ein Teil - ich nenn’s jetzt mal spontan “Der kleine Fotograf”. Ein anderes Gebiet wäre Fotografie und Netz: Bildersharing, Urheberrechte, Onlinewerkzeuge, diese Richtung. Dann muss noch rein die „Arbeitswelt“ – Objektive, Software (bevorzugt Open Source, auch wenn Photoshop nach wie vor für jeden die Referenz ist), Papier, Druckereien (webbasiert), und Ähnliches. Und das letzte Thema (vorläufiger Titel: Vor-bilder) wären dann Portfolios und Websites guter Fotografen. Vielleicht noch den Bereich „neben der Linse“ für Skurriles und Unterhaltsames.
Die Beiträge wären oft Verlinkungen mit einer Beschreibung, dazu eine große „Link-Seite“. Ein paar statische Seiten mit den jeweiligen Tipps, Nachrichten auch oft antizyklisch zu den Verkaufsmagazinen (Bsp: Modellpflege – man kann’s doch auch so sagen).
Autor wäre meine Wenigkeit für den Anfang, um dann evtl. Leute von kleinen Blogs dazuzugewinnen, beispielsweise Adrian Alhaus, oder Martin Gommel von kwerfeldein.de oder sogar die Jungs von den „Bildjournalisten“ des djv…

Dazu soll es dann eine Art Tutorial-Abteilung für den “Mittelklasseknipser” geben, à la “kooperative Fotoschule”. Sowas ist natürlich immer willkommen, im angelsächsischen Bereicht gibt es das zuhauf, hier bei uns noch nicht so.

Bildästhetik und Gestaltung Nebensache?

Das Konzept scheint mir insgesamt ganz interessant zu sein, wenn mich auch der Verdacht beschleicht, dass meine Lieblingsthemen Ästhetik, Fotokunst, Gestaltung usw. auch bei diesem Projekt eine Nebenrolle spielen werden. Auf jeden Fall wünsche ich Robert als frischgebackenem Vermieter, allen seinen Mietern und besonders der Abteilung Fotografie viel Spaß und Erfolg bei der neuen Aufgabe – ich komme dann gern mal auf einen Pixelkaffee vorbei und lade euch natürlich auch zu selbigem auf dem Schauplatz ein. Wann soll’s denn richtig losgehen?

(Hintergründe der Aktion bei Robert in diesem Post, aktueller Stand in diesem).

11.
NOV

Sind wir gemeinsam stärker?

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Gedanken zu einem gemeinsamen Portal zur (Digital-) Fotografie

In einem Gastbeitrag auf Martin Gommels Kwerfeldein.de plädiert Daniel Zellfelder von Foto-howto.de für ein gemeinsames Portal zur Digitalfotografie.

Entlastung des Einzelnen

Angesichts der wohl jedem Freizeit-Fotografie-Blog-Autor bekannten Zeitprobleme (selbst bei Berufsfotografen ist der Fotografie-Blog oft nur ein wenig einträgliches Nebengeschäft), liegt der Gedanke an Kooperationen nahe. Tatsächlich ist (Pro 1) die Vorstellung verlockend, nicht unter dem Zwang der ständigen Beitragsproduktion zu stehen. Quasi: ein Beitrag pro Woche, und die Besucher werden trotzdem täglich mit neuen Inhalten bedient.

Natürlich ist auch der Gedanke an eine, wie Daniel schreibt (Pro 2), “zentrale Anlaufstelle für Informationssuchende”, wo das Wissen vieler Fotografen und Grafiker vernetzt würde, sehr reizvoll.

Keine Lust auf Technik-Freaks

Was mich allerdings überhaupt nicht reizt, ist (Contra 1) ein “vermittelndes Medium zwischen den Nutzern (Fotografen) und den Herstellern (den ‘großen’ Firmen) von Kameras und Zubehör”. Das ist vielmehr das, was mich an vielen Seiten stört: die Konzentration auf technische News und “Techie-Talk” und der damit meist verbundene (Contra 2) Mangel an Artikel zu gestalterischen, fotogeschichtlichen, “inhaltlichen” Themen.

Zudem ist für mich (Contra 3) “Digitalfotografie” kein Thema, ich interessiere mich für Fotografie “an sich”, ob nun analog oder digital. Punkt.

Persönlichkeit prägt Einzelblogs

Die Stärke von Fotografie-Blogs ist zudem immer noch, dass sie die Persönlichkeit, Schreib- und Gestaltungssprache eines bestimmten Autors transportieren. Wenn ich auf die Seiten von Martin (hier), Tim oder 8mt gehe, weiß ich so etwa, welcher Schreibstil und welche Auffassung von Fotografie mich erwarten, und genau dafür besuche ich sie auch. Bei einem gemeinsamen Portal (Contra 4) würden die Eigenarten eher untergehen. Unterschiedliche Schreibweisen und Auffassungen blieben zwar bestehen, aber durch das gemeinsame Layout fehlt gewissermaßen die visuelle Assoziation mit dieser Unterschiedlichkeit.

Zu viel Information ist ungesund

Viele Portale, die ich kenne, wirken auf mich (Contra 5) überladen und verwirrend: zu viele Informationen stürmen gleichzeitig auf mich ein, ein allgemeines Problem des Internets setzt sich hier fort. Ich weiß nicht, wessen Beitrag ich als ersten lesen soll. Ist das nur mein persönliches Problem? Ich glaube nicht. Und wenn Werbung dazukommt, wird es noch schlimmer.

Alternative: Blogverbund

Was ich mir eher vorstellen könnte: Einen Zusammenschluss von drei bis fünf Autoren von Fotografie-Blogs (Definition: Blog über Fotografie, kein Fotoblog, wo nur Bilder veröffentlicht werden) zu einer Gruppe, einem Blogverbund. Diese Gruppe verabredet eine Kooperation z.B. mit folgenden Merkmalen:

  • gemeinsamer Feed (zusätzlich zum eigenen, wird auf jedem beteiligten Blog veröffentlicht)
  • gemeinsame Themenreihen (z.B. jeder Autor schreibt einen Beitrag zu einem Thema, die Beiträge werden innerhalb einer Woche nacheinander veröffentlicht und sind untereinander verlinkt)
  • gemeinsame Fotothemen (Themen wie “rot”, “Stadt”, “SW-Porträt”, “meine erste Kamera”, …) werden vereinbart und innerhalb einer Woche reihum veröffentlicht
  • gemeinsame Fotoausflüge (optional; schon schwieriger, da Autoren oft nicht in einer Stadt/Region)
  • schöner Name und Logo/Button, beides prangt auf der Startseite der beteiligten Blogs.

Vorteile: Die Eigenarten des Einzelheiten bleiben klar erkennbar, Besucher des Einzelblogs bekommen durch die Verweise auf die Mitglieder des Verbunds mehr “geboten” (Blogrolls sind da zu unspezifisch), Mitglieder des Verbunds bekommen mehr/bessere/persönlichere Anregungen für die eigene Arbeit, gemeinsame Projekte können entstehen, Wissen und Arbeiten der einzelnen werden besser vernetzt, bei größtmöglicher Freiheit des Einzelnen.