Sie interessieren sich für Fotografie und die Kunst des Sehens? Dann sind Sie hier richtig.
Some posts and pages are available in English and German. I'll be glad if you enjoy my pages on photography.

10.
JUL

Tag der Offenen Tür in der Sommerakademie

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Ihr denkt wahrscheinlich, während der Sommerakademie hat mich jemand vom Fleck weg engagiert, und vor lauter Aufträgen vergesse ich die Fortsetzung meiner kleinen Serie über den Kurs “Gestalterische Fotografie”. Weit gefehlt. Ich bin so beschäftigt mit meinem Fotoprojekt, dass mir abends für zeitraubende Bild- und Beitrags-Hochladereien per 56k-Verbindung die Kraft fehlt. Daher müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden. Einstweilen könnt ihr mal schauen, wie schön es hier im Paderborner Land ist:

Landschaft der nördlichen Egge

Eins sei aber doch gesagt: Eine ganz neue Erfahrung ist es, zunächst ein Thema zu entwickeln und dann fotografieren zu gehen, um es zu verwirklichen. Sonst gehe ich eher los und schaue, was sich ergibt. Die Interpretationen kommen dann nachträglich. Ein äußerst interessante und teilweise unangenehmer Prozess. (Zum Beispiel: Dies und jenes hat nicht geklappt, hier und da fehlt noch ein Bild. Jetzt muss ich da nochmal hin und “nachfotografieren”. Öd. Mecker. - So öde ist es dann aber doch nicht. Und hinterher freut man sich über wundersame Themenentwicklungen. Wie wer wo was, das erfahrt ihr bald.)

Abend der Offenen Tür in der Sommerakademie

Und noch eins: Morgen (d.h. heute, Donnerstag, der 10. Juli 2008) zwischen 18 und 22 Uhr werden in einem “Tag der offenen Tür” die Ergebnisse der Sommerakademie präsentiert. Wer Lust hat zu kommen, ist herzlich eingeladen. Wir sind auf dem Gelände von Schloß Neuhaus im Haus der VHS, über dem Marstallcafé im 1. Stock (Raum 5 und Flur), zur Anreisebeschreibung bitte hier entlang.

2.
JUL

[german]Ungebetene Gäste sind manchmal willkommen[/german][english]Even uninvited guests can be welcome[/english]

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[german]Beim wohlverdienten Ausruhen vom anstrengenden Fotokurs im Tee- und Kaffeestübchen in Paderborn stellten wir fest, dass nicht nur die menschlichen Gäste den Erdbeerkuchen hervorragend fanden. Auch dieses Rotkehlchen wollte etwas für die lieben Kleinen mitnehmen. Auf unsere freundliche Ansprache hin kam es sofort herbei und fraß uns aus der Hand:

Robin Redbreast stealing cake

Schön, wenn auch mal 100 mm für die Orni-Fotografie ausreichen …

[/german]
[english]When we were relaxing in a Café in Paderborn after our demanding photography workshop today, we found that the local strawberry cake was a favourite with the local robin. When we spoke to it in friendly tones, it came to us immediately and took the cake from our hand and brought it home to his hungry offspring.

Robin Redbreast stealing cake

It was nice to find that in rare cases, 100 mm is quite enough for birdwatchers’ photographs …

[/english]

12.
JUN

Was machen eigentlich … meine Nachbarn?

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Während der Regen draußen passend zur deutschen EM-Niederlage gegen Kroatien heftig vom dunklen Himmel rauscht, schaue ich mal, was meine Nachbarn in der letzten Zeit so gemacht haben:

  • Steffens Wettbewerb auf Lens-Flare.de mit dem interessanten und beliebten Thema “Verlassenes” ist abgeschlossen, die Gewinner sind hier, die Plätze 4-10 hier dokumentiert. Ich hätte ja Platz 2 und Platz 7 auf die ersten Plätze gewählt … nun ja. Das Gewinnerbild ist gar nicht mein Geschmack, aber dass es Martin Gommel gefällt, wundert mich überhaupt nicht :-). Immerhin lernt man ein paar schöne Fotoblogs kennen. Mal gespannt, wer noch auf Platz 11-20 auftaucht …
  • Bildwerk 3 gräbt immer wieder spannende Fotografen aus, führt gute Interviews und ist auch sonst eine Augenweide. Besonders gut gefielen mir in letzter Zeit die sehr unterschiedlichen Interviews mit Eberhard Schuy (Online-Fotografie-Kurse als eine Art virtuelle Papierbildauflage), mit der “Fotografenflüsterin” Dr. Martina Mettmer (deren Fotofeinkost lesenwert ist, siehe Blogroll) und mit Felix Rachor (dem Fotografen, der weiß, was er will - und auch danach handelt). Danke und weiter so!
  • Stefan Bucher hat in einer autodidaktischen Fotoklasse interessante Einsichten in die Porträtfotografie gewonnen. Den Augenblicken Zeit lassen sollen wir. Das stimmt. Für deinen Beitrag “latente Bilder” lasse ich auch mal wieder ein Foto von mir springen, Stefan:

    Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh ...
    Viehscheid in Obermaiselstein 2007

  • Und was macht der BasicThinking-Ableger Ansichtssache, der Fotografie-Blog mit dem schönen Namen? In den letzten zwei Monaten sind ganze fünf Beiträge zusammengekommen, von denen jeder einzelne nur aus Links besteht. Die davor im Grunde auch. Schade, auch Anschubhilfe von einem Großen konnte nicht verhindern, dass eine gute Idee im Sande verläuft.
  • Unterdessen weist der Chronist darauf hin, dass Leo Fritz Gruber am 7. Juni seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Wer das ist? Der Begründer der Photokina. Eine Ausstellung über die Freundschaft zwischen Man Ray und Leo Fritz Gruber läuft zur Zeit in Köln.

Länger soll die Rundschau auch gar nicht werden, sonst wird die Nacht wieder zu kurz.

28.
MAI

[german]Serie zur Straßenfotografie auf dem Sonic Blog[/german][english]Link Tipp: Learn about Street Photography with The Sonic Blog[/english]

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[german]Peter Feldhaus vom Sonic Blog hat es dankenswerterweise auf sich genommen, eine Serie zur Straßenfotografie zu veröffentlichen. Die ersten beiden Teile sind bereits online: Straßenfotografie heute und Straßenfotografie-Gemeinschaften. Da ich mich zur Zeit auch allmählich an dieses Genre herantaste …

Woman on the phone

… ganz heimlich von hinten eben …

… freut mich das sehr. Es lohnt sich wirklich, sich bei den von Peter verlinkten Fotografen und Street-Communities einmal umzuschauen.

Die Frage, die mich am brennendsten interessiert, sobald ich die praktische Frage “Wie schaffe ich es, mich zu trauen?” hinter mir gelassen habe, ist allerdings die:

Was macht eine gute Straßenfotografie aus?

Wenn es vor allem auf den berühmten Augenblick ankommt, wenn technische Aspekte in den Hintergrund treten – wer rettet uns dann vor der Beliebigkeit einer willkürlich ausgewählten Straßenszene?

Fangen wir doch bei mir an: Warum finde ich das Bild von der Frau gelungen?

  • Die nach hinten gestreckte Hand mit der Zigarette hat ein Gegengewicht in dem linken nach außen gestellten Bein
  • die beiden angedeuteten Diagonalen von linkem Bein und rechtem Arm haben ihr Gegengewicht in den senkrechten Linien der Telefonsäulen, aber mehr noch:
  • Man sieht nicht, was die Frau in ihrer linken Hand hält: ein Adressbuch? ihre Geldbörse?
  • Will sie telefonieren? Hat sie telefoniert? Überlegt sie, ob sie ihren Liebsten anruft und mit ihm Schluss macht? –> man könnte sagen, das Bild möchte eine Geschichte erzählen, bleibt aber offen
  • das Bild weckt Emotionen, ein Aspekt, der mir in der Fotografie sehr wichtig ist. Nicht im Sinne von Werbung (”Oh, die Kampagne ist so emotional!!”), sondern im Sinne von einer sich mit fortgesetzter Bildbetrachtung steigernden Emotion, die sich z.B. in Fragen, Staunen oder Neugier äußern kann

Häufig finde ich Straßenfotografie gelungen, wenn disparate Elemente im Bild auf berührende oder witzige Weise kombiniert sind. Das gilt z.B. für den zur Zeit “gefeatureten” (gibts das auf deutsch?) Fotografen Jeffrey Ladd von der ebenfalls von Peter genannten Street-Gemeinschaftsseite iN-Public.

Wie gehts euch bei Betrachten von guter oder schlechter Street Photographie? Habt ihr Qualitätskriterien? Vorlieben, Abneigungen?

[/german]
[english]

Peter Feldhaus of The Sonic Blog thankfully undertakes to write a series on street photography. The first two installments have already been published: Street photography today and Street Photography Communities. Since I’ve been approaching this genre, gradually …

Woman on the phone

… secretly behind your backs, as it were …

… I’m very glad about Peter’s initiative. It is really worthwile to study the work of the photographers Peter mentioned and to browse the sites of the street photographers’ communities.

The question which interests me most, though – as soon as I have solved the practical question how to be bold enough to start – is this:

What constitutes a good street photograph?

If street photography is all to to with the famous ‘moment’, if technical aspects remain in the background – who is going to save us from the arbitrariness of a street scene chosen at random?

Let’s start by looking at my photo above.: Why do I find it’s rather well done?

  • The hand with the cigarette held out is counterweighed by the left leg held slightly askew
  • the diagonal lines suggested by the woman’s left leg and right arm are counterweighed by the vertical lines of the phone posts, but what is more:
  • you don’t see what she holds in her left hand: an address book? a purse?
  • Does she want to make a phone call? Has she just made it? Does she wonder whether to call her lover and break with him over the phone? –> you might say the photograph would like to tell a story but isn’t allowed to.
  • the image triggers emotions, an aspect which is very important to me in photography. Not in the sense of emotional advertising (’well, this campaign is so emotional!’) but in the sense of an emotion which grows stronger, the longer one looks at a photograph, an emotion which may be expressed as questions, amazement, curiosity …

Often, I like street photography when there are disparate elements combined in a touching or funny way. This is the case, for instance, with the work of Jeffrey Ladd which is just being featured on the community iN-Public.

I also like photograph where, on looking closely, you discover relationships between people, between things, or between people and things. Like in my photo where there seems to be a relationship between the woman and the two telephone poles.

What do you feel when looking at good, bad or ugly street photography? Are you conscious of criteria of excellence? What preferences or aversions do you have?

[/english]