In welcher Sprache bloggen? Plugin-TestHow to blog in more than one language: Plug-in Test

Feb 05

Dass man mit einem englischen Blog mehr Leser erreicht, dürfte sich von selbst verstehen. Wer schon mal auf Englisch gebloggt oder sonst eine englischsprachige Webseite betrieben hat, weiß, wovon ich rede. Man fühlt sich fast vom Fleck weg als Teil einer Community, was wohl vor allem mit der besonders kommunikationsfreudigen, sagen wir mal „angloamerikanischen Szene“ zu tun hat. Zugleich hat man nicht das Gefühl, einen Großteil der Welt von den eigenen, natürlich eminent wichtigen Gedanken auszuschließen.

Ein Jahr Keen Eye: Zwei Blogs sind einer zuviel

Auf dem Schauplatz denke ich bereits seit zwei Jahren auf Deutsch über Fotografie und die Kunst des Sehens nach (ja, den zweiten Geburtstag am letzten Samstag habe ich einfach verpasst!). Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich, mir der sprachlichen Grenzen der Deutschsprachigkeit bewusst werdend, Keen Eye gestartet, einen englischen Parallelblog. Damals noch unter dem Namen „Schauplatz Weekly“, denn die Idee war ursprünglich eine wöchentliche Kolumne gewesen. Daraus wurde nichts, ich entschloss mich, unter dem Namen „Keen Eye“ zusätzlichen Content auf Englisch anzubieten. Leider ist das Ganze nie so recht vom Fleck gekommen, denn meine begrenzte Zeit auch noch auf zwei Blogs aufzuteilen, hat mich schlicht überfordert: Gerade mal 25 Beiträge hab ich innerhalb eines Jahres zustande gebracht.

Bridge Blogging per WordPress Plugin

Als Robert Basic dann kürzlich über „Bridge Blogging“ nachdachte, kam mir das Problem wieder hoch. Ich entdeckte in den Kommentaren zu seinem Beitrag Nils‚ zweisprachigen Blog, der mit dem Plugin JLanguage arbeitet – eine Lösung, die mir ganz gut gefällt. Ich kann Beiträge übersetzen, muss aber nicht, und der Nutzer kann ganz einfach über die kleine Flagge auf die ihm genehme Sprache umschalten. Dieser Beitrag ist der erste Test.

Mit ein paar Kompromissen ist die Sache allerdings verbunden: Die „Systemsprache“ des Blogs ist entweder deutsch oder englisch, d.h. die englischsprachigen Besucher müssen sich im Moment mit deutschen Anweisungen und Angaben (3 Kommentare statt 3 Comments usw.) abfinden. Im Zweifelsfall kann ich natürlich wieder auf ein englisches WordPress wechseln, aber mühsam eingedeutschte Plugins müssten erst wieder durchforstet werden, und die deutschsprachigen Besucher müssen sich dann mit dem englischen Blogsystem abfinden. Nicht ganz so schön, aber vielleicht zu verschmerzen.

Tragbare Kompromisse: Zweisprachiger Schauplatz im Test

Streng genommen müsste ich jetzt meine bisherigen 158 Beiträge oder zumindest einen Teil davon übersetzen, und die Kommentare wären immer noch deutsch. Das Kommentarsystem könnte auch ein Problem sein: die englischen Besucher werden u.U. die deutschen Kommentare nicht verstehen. Als kleines Trostpflaster werde ich einfach die Beiträge von Keen Eye in eine eigene Kategorie importieren. Ach ja, Kategorien und Tags: müssten auch zweisprachig sein. Aber was solls, ich werde das Ganze erstmal eine Weile laufen lassen und schauen, wie es anläuft.The fact that you reach more people with a blog in English may be self-evident. The German-speaking blogger who has ever written a post or blog in English or run an English website know what I’m talking about. From the word ‚go‘, you feel part of a large community, a fact that has probably to do with the particularly communicative, shall we say ‚Anglo-American Scene‘. At the same time, you don’t have the feeling that you exclude a large part of the world from your own, enormously important thoughts …

One Year of Keen Eye: Two Blogs are One Too Many

On Schauplatz, I’ve been thinking, in German, about photography and the art of seeing for two years (yes, I simply missed ‚my‘ second birthday last Saturday!). Just about one year ago, I became aware of the limitation of writing in German, and startet Keen Eye, a parallel blog in English. Under the name of ‚Schauplatz Weekly‘, the idea was to write a weekly column. I never really made it, though, and so I decided to offer simply additional content in English. Unfortunately, the whole thing never really came off. It was simply overpowering to divide my sparse spare time between two blogs: I merely managed to write 25 posts within one year.

Bridge Blogging with WordPress Plugin

When Robert Basic of Basicthinking recently mused about the pros and cons of ‚Bridge Blogging‚, the problem reared its ugly head again. In the comments to his post, I discovered Nils‘ bilingual business blog KingNils. He uses the wordpress plugin JLanguage – a solution I rather like. I may translate the current entry, but I don’t have to. The user may decide which language to use by clicking the little language flag in each post. There’s also an option for a global change of language, but it’s not implemented yet in this blog. This post is the first test of JLanguage.

There’s a few drawbacks to this method: The ’system language‘ of the blog is either German or English, i.e. the English-speaking visitors, at the moment, have to put up with German directions (‚3 Kommentare‘ instead of ‚3 comments‘ and so on). I can, of course, change the system to English, but this would mean re-translating or re-installing plugins previously translated into German, and then the German-speaking visitors would have to put up with an English system. Not that nice, but they actually may be able to handle it ;-).

Acceptable Compromise: Testing Bilingual Schauplatz

The biggest drawback is, I should actually go and translate the 158 posts I’ve written so far, at least partly, and the comments would still be German. The comment system might be a problem anyway: My English-speaking visitors will often not be able to understand German comments. By way of consolation, I will import the Keen Eye posts into their own category on this blog. Speaking of which, categories and tags would have to be bilingual, too. Oh well, I will run the new plugin a while, translate most new posts, and see how it goes.