Minitipp: Fotoziele mehrfach besuchen

Okt 25

Wer kennt das nicht? Da hat man sich einen Ort, eine Szene, einen Platz, eine Umgebung zum Fotografieren ausgesucht. Man geht herum, nimmt alles in Augenschein, sucht nach Motiven. Bis man richtig ins Fotografieren kommt, richtig „eingeschossen“ ist, können schon mal ein bis eineinhalb Stunden vergehen. So geht es mir zumindest. Ist man zu spät losgekommen und hat nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung, bleibt vielleicht nur eine Stunde zum „richtigen“ Fotografieren. Man ärgert sich.

Warum? Man kann doch wiederkommen! Statt sich zu sagen, „das kenne ich ja schon“, geht man später nochmal hin. Und nochmal. Und dann nochmal. Eigentlich je öfter, umso besser.

Ich praktiziere das mit meiner Fotogruppe „Kunst des Sehens“ schon seit einigen Semestern. Zum Fotografieren in Gewächshäusern fahren wir wechselweise in die Botanischen Gärten Tübingen und Hohenheim und in die Wilhelma. Anfangs musste ich innere Widerstände gegen die Wiederholerei niederkämpfen. Doch es zeigt sich, dass wir erst durch die Wiederholung die Motive finden, die uns wirklich interessieren, die Ausrüstung erkennen, die wir brauchen. Bei jedem Fototermin wird das Fotografieren deshalb effektiver, die Fototasche leichter. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass ich zur Kamera bloß mein Makroobjektiv und das Einbeinstativ einstecken muss. Fürs Dreibein ist es oftmals zu eng, und die Lichtverhältnisse waren bisher immer so, dass das Einbein ausreichte. Kompromisse beim Fokussieren nehme ich in Kauf.

So etwa beim dritten Mal bin ich dann mit den Ergebnissen einigermaßen zufrieden, hier eine kleine Auswahl:

Weiße Zephyrlili
Weiße Zephyrlilie (Zephyrantes candida)

Sonnentau
Sonnentau als Raupentierchen

Unbekannte Pflanze
Den Namen dieser glitzernden Dame weiß ich leider nicht.

Die großen Versionen dieser Fotos sind in der Fotogalerie meines letzten Besuchs im Gewächshaus des Botanischen Gartens Hohenheim auf meiner Zenfolio-Seite als Slideshow zu sehen (Achtung, etwas Bandbreite erforderlich).

Ach ja, danke an Martin Gommel für die Idee mit dem Format des Mini-Tipps.