Bloggen in Stuttgart, Kempowski in Nartum und Berndorf in der Eifel

Mai 11

In letzter Zeit blogge und kommentiere ich öfters im Stuttgart-Blog und mache damit meinem eigenen Schauplatz Konkurrenz. Aber hier muss die LeserInnenschaft noch ein wenig wachsen. In letzter Zeit tut sie es ja auch, schüchtern noch, aber sie wächst – willkommen allerseits!

Seit einiger Zeit lese ich mit Jürgen um die Wette. Das ergibt sich so aus dem Zusammenleben … Zunächst waren es Kempowskis Bände der „Deutschen Chronik“, die wir uns gegenseitig aus den Händen rissen, umrahmt von DVDs der alten Verfilmungen „Tadellöser & Wolff“ und „Uns geht’s ja noch gold“ auf der einen und der Hempel’schen Biographie auf der anderen Seite. Die Bücher beeindruckten uns zutiefst, bedrückten uns teilweise auch, und verknüpften sich aufs Schönste mit der ersten Staffel von Edgar Reitz‘ „Heimat“-Serie aus den 1980er Jahren, die wir Monate zuvor auf DVD gesehen hatten. (Wir sparen immer noch auf „Heimat 2“ ;-(.)

Bild von Walter Kempowski, signierend

Vor ein paar Wochen bekamen wir dann die Eifel-Krimis von Michael Preute alias Jacques Berndorf in die Hände. Es hatte mich sofort gepackt, und ich las so etwa einen Krimi pro Tag. Immer öfter hörte ich von J. den Satz: „Du bist doch verrückt.“ Aber der einsiedlerische und doch soziale Wahl-Eifler (manchmal auch Wahl-Eiferer), der Katzenfreund und Naturkundler, der nebenbei vom Geldtransporter-Überfall bis hin zu Agententhrillern mit Weltwirkung die wildesten Geschichten recherchierte, hatte es mir angetan.

Und zuletzt: Walter Moers, „Die Stadt der träumenden Bücher„, das ich erst nicht so recht schlucken wollte, dann aber auch wieder nicht weglegen konnte. Wenn ich Zeit hätte, würde ich all das mal rezensieren … Ach ja, Katharina Hackers Roman „Die Habenichtse“ war auch noch dabei. Zugegeben, eine etwas eklektische Auswahl. Zur Zeit bin ich lesemäßig allerdings wieder ganz nackt. Kann mir jemand etwas Gutes empfehlen? Vielleicht mal wieder etwas „Ernstes“?